Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Hoppel ließ Badinger auf dem Beifahrersitz platz nehmen.

„So lange, bist du dich an Köln gewöhnt hast. Wir wollen den Kollegen von der Schutzpolizei schließlich nicht unnötig viel Arbeit machen.“

Über Funk ließ er sich die genaue Adresse durchgeben.

„Schon mal die erste Lektion für dich heute“, wandte er sich an Badinger.
„Wir haben hier in Köln acht Brücken, die die beiden Rheinseiten verbinden. Wenn du in die Innenstadt um diese Uhrzeit willst, ist der offensichtlich kürzeste Weg nicht immer der beste. Vor allem nicht um diese Uhrzeit. Soweit klar?“

„Ja Herr Lehrer!“, Badinger fühlte sich vom Hoppel, den er auf das gleiche Alter einschätzte, wie ein Schuljunge behandelt.

„Schau nicht so grimmig, wir fahren über die Zoo Brücke, damit sind wir schneller am Eigelstein.“
„Du bist der Kölner.“

„Zumindest seit drei Jahren.“

Also war Hoppe auch nur so ein Zugezogener, wie man auf dem Dorf sagen würde. Nur das Köln kein Dorf war und diese Art von Mensch Imi genannt wurde.

Mit der Wahl der Zoo Brücke umgingen sie den für diese Zeit typischen Stau auf der Deutzer, nur um auf der Zoo Brücke in einen anderen zu geraten.

„Fall es Absicht war, mir die Seilbahn zu zeigen. Nun, ich bin beeindruckt. Zumindest ein ganz kleines Stück.“
Diesmal war es Hoppel, der grimmig zu Badinger rüber sah. Die beiden hätten sich kaum einen besseren Start miteinander wünschen können.

„Blaulicht?“

„Der erste gute Vorschlag, den ich heute höre.“

 

Hinweis: Das erste Kapitel vom „Eifelclub“ ist hier zu finden.

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