Spülmaschine selber reparieren

Spülmaschine selber reparieren

Der Ausfall einer Spülmaschine bedeutet nicht den Untergang des Abendlandes. Aber er geht mit einer Einbuße an Bequemlichkeit einher.

Lohnt sich eine Reparatur?

Was Reparaturen von Elektrogeräten oder deren Einbau angeht, sind viele von uns Laien. Das ist zum teil auch gut so und kann unter Umständen Leben retten. Zumindest dann, wenn man nicht völlig unwissend und / oder verzweifelt ist. In meiner ersten Wohnung in Bielefeld etwa habe ich den Elektroherd komplett selber angeschlossen. Sah nicht so kompliziert aus und so ein paar Kabel in der Steckdose festschrauben traute ich mir zu. Wäre mir bewusst gewesen, dass in dieser Steckdose keine 220 Volt anliegen, hätte ich davon abgesehen. Es gibt wirklich einen Grund, warum das nur ein Fachmann machen sollte. Dennoch, es hat alles reibungslos funktioniert — andernfalls würde ich auch kaum diese Zeilen hier schreiben könne.
In Köln haben wir dann in der ersten Wohnung den E-Herd tatsächlich vom Fachmann anschließen lassen — wobei der nur so halb vom Fach war, aber das ist eine andere Geschichte. Wie dem auch sei, kommen wir zur anfänglich erwähnten Spülmaschine. In unserer jetzigen Wohnung, in der wir seit etwa über sechs Jahren wohnen, haben wir zum ersten Mal überhaupt eine Spülmaschine. Beziehungsweise hatten, den sie hat sich am vergangenen Mittwoch mit einer Sauerei in der Küche verabschiedet. Die Türdichtung unten ist gerissen.

Spülmaschine versus Türdichtung
Spülmaschine versus Türdichtung

Türdichtung bei der Spülmaschine

So eine Türdichtung bei der Spülmaschine ist im Prinzip ein Verschleißteil. Verschleißteile sollte man problemlos auswechseln können. Am besten selber, ohne Fachmann. Das dies nur eine Illusion ist, wissen wir alle spätestens seit dem es Smartphones mit fest verbautem Akku gibt. Entsprechend kann man natürlich nicht mal eben bei einer Spülmaschine die Türdichtung auswechseln, wenn es die Dichtung ist, die sich unten an der Tür befindet. Diese versiegelt den Innenraum, ein Teil von ihr ist in der Spülmaschine, eine direkt unter der Tür und dann ein kleine Stück außen. So eine Art U.
Im Internet findet man zum dem Thema ein paar Videos. Aber Vorsichtig, für Menschen mit linken Händen ist so was Hardcore-Horror. Besonders dann, wenn man zu Hause ein voll integriertes Einbaugerät herumstehen hat. Wir haben uns also an einen Fachmann gewandt. Der kam auch gestern zu uns, sah sich das an und fällt ein Urteil. Reparatur koste etwa 300 Euro und bei dem Alter der Maschine würde sich das nicht lohnen. Über den ersten Punkt kann man trefflich streiten, was das Alter der Maschine angeht eher nicht. Für die kurze Diagnose wurden dann 75 Euro fällig.

FD-Nummer entschlüsseln

Wäre mir bewusst gewesen, wie alt die Spülmaschine tatsächlich ist, hätten wir uns direkt für einen Neukauf entschieden. Man mag sich jetzt verwundert an den Kopf kratzen und behauptet, wenn man Rechnung aufhebt, müsste man so was wissen. Nun, wir haben die Küche bei unserem Einzug vor sechs Jahren übernommen. Vorher war die Wohnung eine Musterwohnung. Eine Rechnung für die Spülmaschine lag uns nicht vor. Geht vermutlich auch einigen anderen so, die Küchen vom Vermieter übernehmen.
Eigentlich ist es dann im Falle eines Falles verdammt einfach, das Alter eines solchen Elektrogerätes herauszufinden. Zumindest, wenn man weiß wie. Der Schlüssel liegt hier in der so genanten FD-Nummer, die sich auf dem Typenschild oder Aufdruck mit der Seriennummer des Gerätes befindet. Bei uns steht sie an der Türkante oben. Sie lautet 8610. Sieht für den Laien nicht wie ein Baujahr aus. Das lässt sich aber einfach aufdröseln. Man nimmt die ersten beiden Ziffer und addiert 20 dazu (fragt mich nicht warum, hab ich so im Netz gefunden). Die lesen beiden Ziffern ergeben dann den Monat. In unserem Fall also 86+20 und 10. Also ist da Maschine im Oktober 2006 gebaut worden. Somit ist das Gerät etwa 11 Jahre alt. Da es ein einfaches Basismodell von Siemens ist, hat sie auch nicht ein Vermögen gekostet, sondern lag preislich wohl im Rahmen von 400 bis 500 Euro. Weiß man das, fragt man erst gar nicht nach einer Reparatur. Selbe reparieren wird man dann auch nicht, wenn das Original-Ersatzteil 80 Euro kostet. Und mit Einbauküchen stehe ich sowieso seit der Sache mit dem Kühlschrank  auf dem Kriegsfuß.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren