Fallout 4

Fallout 4

Weihnachten rückt näher was bei uns zu Hause die Phantasie bezüglich möglicher Wünsche / Geschenke anregt. Das es Überlegungen hinsichtlich der Anschaffung einer Playstation 4 gibt, ist spätestens seit dem Artikel „Trailerverbot“ kein Geheimnis mehr. Wirklich geschafft, uns an dieses zu halten haben wir jedoch nicht. Und so fangen die Finger seit heute wieder an zu kribbeln, denn es ist der Erscheinungstag von „Fallout 4“ aus dem Hause Bethesda. Titel wie Morrowind, Oblivion und Skyrim habe ich gerne und ausgiebig gespielt.

Und ja, auch „Fallout 3“ spielte ich, auch wenn ich dort mit dem Setting meine persönlichen Probleme habe. Die Welt nach dem Atomkrieg. Postapokalypse. Mit Zombies oder anderen Dingen ist das für mich eher unterhaltsam. Atomkrieg aber kratzt bei mir an so was wie Urängsten. Für mich damals als Schüler in den 80er Jahren war die Angst vor einem atomaren Angriff, vor der nuklearen Vernichtung, etwas ganz reales.

kpgolfpro / Pixabay

Dazu habe ich unzählige Sachbücher und auch Romane gelesen. Alles drehte sich um die Frage „Was wäre wenn“ — zu einer Zeit, wo der Kalte Krieg immer noch präsent war.

Mit der iOS-Version von Fallout, dem Spinn-off Fallout Shelter hatte ich keine Probleme. Ebensowenig wie damals mit Fallout 3. Je besser jedoch die Grafik wird, desto beklemmender ist das Gefühl beim spielen. Zumal der Teil vier recht früh mit einer Atomangriff beginnt, der fast alles Leben auslöscht. Die Hintergrundgeschichte vom entführten Sohn und dem getöteten Lebenspartner ist mir auch etwas zu dramatisch.

Abgesehen von den ganzen persönlichen Befindlichkeiten werde ich auch den Eindruck nicht los, dass Fallout 4 keine wirklich neuen Überraschungen zu bieten hat. Das ist, bei genauerem Hinsehen, genau das Problem bei den ganzen Spielen, die mich auf der PS4 in den Bann ziehen würden. Umwerfende Grafik, spielerisch aber die gleiche seit Jahren immer wieder vorgesetzte Kost.

Hier vergleiche ich ganz gerne mit dem, was sich im Bereich der Brettspiele getan hat. Dort sind Titel auf dem Markt, die ein völlig neues Spielgefühl vermitteln. Deckbuilding, Bag-Building, Co-Op Spiele. Häufig keine Variationen, sondern echte Innovationen.

Zu Hause ist, unabhängig vom „Trailerverbot“ die Entscheidung für Weihnachten mittlerweile gefallen. Es wird definitiv keine PS4 geben. Dafür werden zwei waschechte Brettspiele unterm Baum liegen. 1830 als Eisenbahnbauspiel, welches einfach haben muss — hier konnte ich vorletzte deutsche Ausgabe in ganz Köln käuflich erwerben — und Zombicide Season 1.

Letzteres ist eines dieser sogenannten Ami-Trash-Spiele. Aber hey, es ist mit Zombies, vielen Zombies und auch noch kooperativ. Vom Setting her, siehe Einleitung, habe ich damit kein Problem. Und weil ja schließlich Weihnachten sein wird, gibt es bei der Erweiterung „Very Infected People“ auch einen Weihnachtsmann — als Zombie, versteht sich.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren