Von allen guten und bösen Geistern verlassen

„Nach dem wir jetzt schon mal hier zusammen sitzen, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um unseren Neuzugang zu begrüßen. Christian Badinger, herzlich willkommen in Köln!“

Verhaltenes Klopfen auf dem Tisch. Das war es. Badinger hatte sich einen wärmeren Empfang vorgestellt. Möglicherweise hatte er auch ein anders Bild von Köln, welches mit der Wirklichkeit wenig zu tun hatte. Das würde sich dann noch zeigen. Er ließ seine halbleere Tasse stehen und stand mit Hoppel schon vor der Tür, als Dietz an ihm vorbei rauschte. Kein weiteres persönliches Wort an ihn.

„Mach dir keine Gedanken, die ist immer so kühl.“, munterte Hoppel, dem der Gesichtsausdruck von Badinger nicht entgangen war, diesen auf. 

„Im Sommer ist so was sich von Vorteil.“

Hoppel grinst und nahm Badinger mit in das alte Büro von Schaffer. Einer der Hausmeister hatte inzwischen bereits den Namen vom Türschild entfernt.

„Voila dein neues zu Hause.“

Das Büro sah genau so aus, wie Badinger es sich auf Grund von Schaffers Aussehen vorgestellt hatte. Tatsächlich stand dort auch noch ein Fikus im Todeskampf am Fenster, bei der die Putzkraft den Kampf gegen die herunterfallenden vertrockneten Blätter bereits verloren hatte. An der Wand gegenüber des Schreibtisches konnte Badinger die Umrisse von Postern und Bildern erahnen.

„Ich lass dir etwas Zeit, dich einzugewöhnen. Bin gleich wieder zurück.“, Hoppel ließ Badinger stehen und zog die Tür hinter sich zu.

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