Mit „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ geht angeblich eine Saga zu Ende. In jedem Fall ist die Originalität aufgebraucht.

Skywalkers allein zu Haus

Den Anfang nahmen die Skywalker wohl mit Anakin Skywalker, jener Figur, die im Teil „Die dunkle Bedrohung“ ähnlich nervtötend wirke wie Kevin (allein zu Haus). Besonders viel Sympathie konnte ich Anakin nie entgegenbringen, erst als Darth Vader fand ich ihn besser. Aber Darth Vader gehört schließlich zur Original-Triologi. Über die gesamte Saga kann man Unmengen an Sätzen schreiben. Auch Vergleiche zur Mythologie und dem Erzählmuster der Heldenreise ziehen. Ein Vergleich mit etwa Star Trek ist mühselig und kennt außer bei eingefleischten Fans keinen klaren Sieger.

Fest steht: Es ist klassische Popcornkino. Mangels Tiefgang würde ein Schiff wie die Titanic hier nicht kentern. Das trifft auch auf den (hoffentlich) letzten Teil der Saga zu. Der Aufstieg Skywalkers kam Ende 2019 in die Kinos. Bedingt durch Weihnachten und Urlaub kamen wir trotz guter Absichten nicht dazu, uns den Film im Kino anzusehen. Möglicherweise waren wir auch der Suche nach einem Termin auch nicht so ganz motiviert, da der Film in unserem Lieblingskind in Ehrenfeld nicht lief. Das Kino auf Borkum hatte sich zudem erledigt— es wurde geschlossen. So kam es dann, dass wir auf die Verkaufsversion warteten, die seit gestern verfügbar ist.

Saga vom verlorenen Schuh

Rey hängt die Schuhe an den Nagel

Finale der Saga

An Fan-Diskussionen beteilige ich mich grundsätzlich nicht. Das gilt für Star Wars genau so wie für viele andere Dinge. Fußballfan bin ich zudem glücklicherweise (sagt meine Frau) nicht. Wie dem auch sei, auf diese Weise konnte ich mir „Der Aufstieg Skywalkers“ gestern ganz unvoreingenommen anschauen.

Gut, „ganz unvoreingenommen“ ist möglicherweise etwas übertrieben. Natürlich bin ich mit dem Stoff vertraut und hatte auch gewisse Erwartungen an den nun hoffentlich letzten Teil. Letzter Teil verwende ich hier ganz bewusst, denn das „Ende einer Saga“ heißt nämlich nicht, dass man nicht noch irgendwo an den Anfängen weiterstricken kann. Oder schwachsinnige Ableger wie „Solo: A Star Wars Story“ produziert.

Verlieren wir aber keine weiteren Worte und kommen zum Inhalt. Obligatorische Warnung an dieser Stelle: Achtung, massive Spoiler!

Durch den Tod des obersten Anführers Snoke erhob sich Kylo Ren zum Obermotz, diesmal ist er auf der Jagd nach einem Phantom. In der Galaxis verbreiten sich Gerüchte über einen wiederauferstandenen Imperator Palpatine — passender Weise hätte man den Film auch schon zu Ostern bringen können. Als er Palpatine findet, gibt dieser ihm den Auftrag, Rey zur Strecke zu bringen. Hat ja auch zwei Teile lang schon so verdammt gut funktioniert.

Rey ist mittlerweile ausgebildet Jedi (durch Leia Organa) und versucht zusammen mit dem Widerstand, die erste Ordnung zu Fall zu bringen und Palpatine zu töten — der wiederum will aus der ersten Ordnung die letzte Ordnung machen.

Familienverhältnisse

Mit Imperator Palpatine hat Rey noch eine ganz persönliche Rechnung offen, denn er ließ ihre Eltern töten. Aber nicht nur das, Palpatine ist auch noch ihr Großvater. Daher lautet ihr voller Name Rey Palpatine.

Wem das zu dick aufgetragen ist: Willkommen im Klub. Für diejenigen, für die es noch etwas mehr sein dar, gibt s noch den fantastischen Schluss. Aus welchem Grund auch immer nimmt Rey den Nachnamen Skywalker an. Ach ja, ganz vergessen. Kylo Ren wird wieder einer der Guten, trotzt zusammen mit Rey Imperator Palpatine (der das wie immer alles so geplant hat) und opfert sein Leben, um das von Rey zu retten. Kurz vor seinem letzten Atemzug küssen er und Rey sich noch. Somit ist klar, dass Finn und Poe Dameron leer ausgehen werden.

Den letzten Teil der Saga kann man sich anschauen. Man hat zumindest das Gefühl, endlich abgeschlossen zu haben.

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