Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Die deutsche Angst vor der Atombombe könnte für Putin zur wichtigsten Waffe im Krieg gegen die Ukraine werden.

Ausbleibende Kriegserfolge

Es wird Herbst und die Angst vor der Atombombe kehrt wieder zurück. Die Wende im Ukraine-Krieg, das massive Zurückdrängen der russischen Aggressoren, könnte Folgen haben. Putins Traum vom schnellen Sieg über die Ukraine ist dahin. Ob es überhaupt eine Aussicht auf Erfolg gibt, ist schwer zu beurteilen. Viel hängt davon ab, wie weit Russland noch gehen wird. Noch genießt Putin Rückhalt in der Bevölkerung — Kritiker werden verfolgt, unterdrückt, ermordet.

In Afghanistan führte die damalige Sowjetunion 10 Jahre lang Krieg, musste sich aber dennoch am Ende geschlagen zurückziehen. Im Übrigen verbindet sie das mit den USA und einigen westlichen Ländern, die 2021 kampflos den Taliban das Feld überließen.

Es erscheint aber unwahrscheinlich, dass Russland in Bezug auf die Ukraine freiwillig den Rücktritt antritt. Es geht hier nicht um einen Stellvertreterkrieg, sondern um knallharte Interessen. Um die Wiederherstellung eines großrussischen Reiches, welches nur in den wirren Köpfen von Putin und einem Teil der Bevölkerung existiert. Zudem fordert die Ukraine bereits jetzt über 300 Milliarden Entschädigung. Nicht nur unter Putin erscheint es extrem unwahrscheinlich, dass dieses Summe jemals gezahlt werden würde.

Hinzu kommen zahlreiche belegte russische Kriegsverbrechen. Aus russischer Sicht kann nur ein totaler Sieg über die Ukraine die Lösung sein.

Drohung mit Atombombe

Wer mit dem Rücken zur Wand steht, spielt auch atomare Optionen durch. Ob Russland tatsächlich zur Atombombe greifen wird, kann man nicht ausschließen. Der Einsatz von Atomwaffen auf dem Gebiet der Ukraine wäre der ultimative Test für das westliche Verteidigungsbündnis und alle jene, die die Sanktionen gegen Russland mittragen. Mit der Atombombe würde eine rote Linie überschritten werden, die in jedem Fall zu einer Gegenreaktion führen wird. Gleiches gilt aber auch für den Einsatz chemischer Waffen.

Noch verharrt Putin in Lauerstellung, versucht die Reaktion der Nato abzuschätzen. Die Atombombe ist aber auch ein Spiel mit der Angst im Westen und gerade in Deutschland. Waffenlieferungen werden in Teilen der Bevölkerung als Provokation betrachtet, die zu einer Eskalation führen können.

Aktuell ist Putins stärkste Waffe auf deutschem Boden daher die politische Opposition in Form von Linkspartei und AfD. Er setzt darauf, dass die beiden Parteien die Menschen weiter aufwiegeln und die Mär verbreiten, Russland würde sich nur gegen westliche Aggressoren verteidigen. Politiker:innen wie Sahra Wagenknecht sollte man sofort in die Ukraine schicken, damit sie dort die Massengräber in den ehemaligen besetzten Gebieten anschaut. Jede Leiche dort straft ihre Reden Lüge.

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