Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Bei Thema Steuersenkung kennt sich die FDP gut aus. Besonders in der Beschenkung von Besserverdienenden ist sie Weltmeister.

Darm hat Charme

Nein, ich referiere an dieser Stelle nicht über einschlägige Bücher. Es gibt lediglich eine überstandene Darmspiegelung am heutigen Morgen zu verkünden. Da ich gerade diese Zeile hier schreibe (und nicht etwa etwas vorbereitetes automatisch aus der Konserve gepostet wird), kann von einem erfolgreichen Verlauf ausgegangen werden. Das wohl furchtbarste an der Behandlung ist das zweimalige Trinken der Spüllösung (Ezilcen)am Tag zuvor. Künstliches Himbeeraroma ist für mich damit für die nächste Zeit damit verbunden. An zweiter Stelle auf meiner Negativliste steht dann das Aufstehen heute Morgen um 4 Uhr (definitiv nicht meine Uhrzeit), um die zweite Anwendung mit der Spüllösung zu beginnen.

Der Rest war dann Routine, vor allem dank Dr. Buder, der nicht nur durch seine Kompetenz überzeugt, sondern auch aufgrund seiner sympathischen Art. Was wir beide nach der Darmspiegelung jetzt wissen: Erstens, mein Darm ist tiptopp in Ordnung. Und zweitens, 170 mg Propofol reichen nicht aus, um mich zu sedieren. Allerdings ist der große Vorteil aus meiner Sicht, dass ich schon kurze Zeit später wieder fit bin. Die Behandlung selber empfand ich als schmerzfrei und hoffe, bei der nächsten Darmspiegelung wieder den gleichen Arzt zu haben.

Kommen wir aber vom Darm zu einem Thema, was keinem von uns am Arsch vorbeigehen sollte.

Reichenbeschenkung durch Steuersenkung

Auf die steigende Inflation, die explodierenden Lebenshaltungskosten kann auf verschiedene Art und Weise reagiert werden. Eine Steuersenkung ist dabei die größte anzunehmende Dummheit. Die Süddeutsche Zeitung berichtet heute ausführlich über die von Bundesfinanzminister Christian Lindner geplante Steuersenkung und unterlegt ihren Artikel mit Grafiken und Modellrechnungen.

Im Kern zeigt die SZ, wo der Knackpunkt bei der Steuersenkung liegt: Um von einer Steuersenkung zu profitieren, muss man nämlich erstmal Steuern zahlen. Von der Steuer ausgenommen sind sogenannte Geringverdienende. Bei Alleinstehenden liegt der steuerliche Grundfreibetrag bei 10.347 Euro, für Verheiratete sind es 20.694 Euro. Diejenigen, die von der Inflation am härtesten betroffen sind, gehen nach den Plänen von Lindner leer aus.

Schaut man sich in der SZ die Zahlen an, fällt schnell auf, wer von der Steuersenkung am meisten profitiert. Es sind diejenigen, die am meisten Steuern zahlen. Ergo ist die Steuersenkung ein Steuergeschenk für Besserverdienenden. Die Zielgruppe, denen die Inflation weitestgehend am Arsch vorbeigeht, profitiert am meisten. Allerdings wundert es hier kaum, dass bei der FDP mal wieder Klientelpolitik betrieben wird. Mit Gerechtigkeit hat das definitiv nicht zu tun. Da wären Gutscheine, Rabatte, eine Senkung der Mehrwertsteuer oder ähnliches wesentlich fairer.

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