Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Des Bürgers freier Wille wird mit einem Tarif sowie Vertragslaufzeiten angekettet. Zur Preissteigerung erhält er nicht benötigte Leistungen.

Bahnfahren zum Nulltarif

Bahnfahren zum Nulltarif gibt es nicht. Aber zumindest so was Ähnliches mit dem 9-Euro-Ticket, welches man ab heute nutzen kann. Eine auf drei Monate begrenzte Aktion, bei der man für jeweils 9 Euro einen Monat lang Bus und Bahn im Nahverkehr nutzen kann. Und nein, im IC (Fernverkehr) von Bremen nach Norddeich gilt das Ticket nicht. Eine Brille zum Nulltarif wird zwar gelegentlich beworben, bei einer bekannten Optikerkette ist aber eine Versicherung mit 10 € Jahresprämie dafür Voraussetzung.

Wie dem auch sei, Tarif ist vermutlich jetzt schon das (un-)heimliche Wort des Jahres. Seit Beginn des Ukraine-Krieges machen sich viele Bürger:innen Gedanken über Ihren Tarif für die Gasversorgung. Der Gaspreis explodiert, so mancher spart statt auf den nächsten Urlaub auf die nächste Jahresabrechnung des Energieversorgers. Allerorts wird das Geld knapp, jeder muss sehen, wo er bleibt.

Für heute stand bei mir eine Erinnerung zu meinem Mobilfunkvertrag im Kalender. In der Vergangenheit passierte es öfter, dass bei der Telekom während der Vertragslaufzeit mein Tarif plötzlich eingestellt wurde. Natürlich bekam ich noch weiterhin die alten Bedingungen, aber so was muss ja nicht immer von Vorteil sein.

Kündigen für einen neuen Tarif

In meinem bisherigen Vertrag habe ich noch eine Kündigungsfrist von sechs Monaten. Bei neuen Verträgen gibt es die auch auf monatlicher Basis, wenn man das denn entsprechend auswählt. Sie gelten nur für einen Tarif ohne Gerät, unterscheiden sich bis auf die monatliche Kündigungsfrist nicht von einem 24-Monate Vertrag ohne Gerät.

Aktuell habe ich auf meiner vorherigen zurückgezogenen Kündigung einen Sondertarif für 19,95 Euro im Monat. SMS und Festnetz Flat, dazu 2 GB Datenvolumen. Regulär würde der Spaß 24,95 Euro kosten (so viel zahlt auch meine Frau dafür). Allerdings gibt es diesen Tarif nicht mehr. Der neue MagentaMobil S bietet auch wieder SMS und Festnetz Flat, dafür dann 6 GB Datenvolumen. Allerdings zahlt man dann monatlich 39,95 Euro.

Zwischenbemerkung: Mit den aktuell 2 GB Datenvolumen komme ich locker aus, sogar wenn wir im Urlaub sind. Im Prinzip würde ich aber kommenden Januar für eine Leistung, die ich nicht benötige, 20 Euro monatlich mehr zahlen. Das macht dann pro Jahr 240 Euro mehr. Eine satte Preissteigerung. Bei so was fällt mir die Entscheidung dann leicht. Ein Wechsel zu congstar. Gleiches Netz, nur eben eine Tochter der Telekom. Da bekomme ich mit Allnet Flat S einen Tarif, der meinem in etwa entspricht, aber nur 12 Euro im Monat kostet. Meiner Meinung nach reichen mir auch 25 Mbit/s. Damit spare ich dann im Vergleich zum momentanen Vertrag 7,79 Euro im Monat.

Ganz ehrlich, das Preisgefüge für Mobilfunkverträge kann ich nicht mehr nachvollziehen. Das ist einfach nur noch Wahnsinn. Wer bequem ist, kettet sich in Unmündigkeit an einen Anbieter.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner