Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Die Emder Matjestage finden nach der Corona-Pause wieder statt. Trotz Vatertags starteten sie sehr entspannt.

Fisch muss sein

Wer Matjes liebt, mag auch Shanty Chöre. Auf mich jedenfalls trifft letzteres nicht zu. Aber da sind wir schon mitten drin statt am Anfang. Von heute an bis zum Sonntag finden die Emder Matjestage (natürlich in Emden) statt. Es ist das 31. Mal, nach dem zwei Jahre lang aufgrund der Pandemie eine Pause eingelegt wurde. Die Pandemie ist zwar nicht vorbei, aber der vernünftigere Teil der Bevölkerung ist mittlerweile geimpft und geboostert. Also kann man mal sich und den Fisch im Rahmen der Emder Matjestage feien.

Meine Frau und ich haben uns heute Morgen zu Fuß auf den Weg in die Innenstadt gemacht. So waren wir etwas flexibler und zudem kann man sich an einem Feiertag auch mal entschleunigen. Meine Kamera (nicht mal das iPhone) hab ich nicht mitgenommen, was im Nachhinein betrachtet schon etwas blöd war. So muss ich halt ein Foto aus der Konserve verwenden.

Ganz frisch dagegen tranken wir zum Start der Emder Matjestage ein Ostfriesen Bräu — ein handwerklich gut gemachtes Bier. Kleine Anmerkung: Ein historisches Ereignis bei mir und meiner Frau, zum ersten Mal ein Bier noch vor 12 Uhr Mittags zu trinken. Als schwimmende Ergänzung gab es danach ein Matjes-Brötchen, natürlich nicht vom fahrenden Volk, sondern vom Emder Heringslogger. Nicht ohne Grund hatte der die längste Schlange.

31. Emder Matjestage

Beim Anstehen für den ersten Fisch des Tages lauschten wir dann mehr oder weniger freiwillig der Shanty-Musik. Um es mal typisch ostfriesisch zu sagen: Kann man mal hören.

Auch wenn es Emder Matjestage heißt, probierte wir eine Bio-Wurst und Tiroler Speck an einem kleinen Stand und nahmen uns gleich auch etwas mit für zu Hause. Als Nächstes folgte dann ein Backfisch, der dann mit einem zweiten Bier nachgespült werden musste. Da uns wie gesagt weder die Shanty Chöre noch das Fahrgeschäft vor Ort interessierten, stand dann auch nach dreimaligen schlender entlang des Hafenbeckens der Rückweg an.

Die Emder Matjestage sind auf jeden Fall nett, aber einen Grund dafür, die über vie Tage lang zu veranstalten, sehe ich nicht. Dafür fehlt mir persönlich auch einfach die Abwechselung. Einen stärkeren regionalen Schwerpunkt würde ich besser finden. Also etwa mehr Stände wie dem von Ostfriesen Bräu, statt hauptsächlich Bierstände mit dem üblichen Fernseh-Bier. Käse fehlte im Übrigen auch.

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