Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Ein Logo ist wichtiger Bestandteil der Identifikation mit einer Marke. Veränderungen sind daher oft zutiefst verstörend.

Vegetarisch lustig lecker

An manchen Tagen weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll beim Schreiben. Es gibt so wahnsinnig viel zu erzählen. Fangen wir mit dem Freitagabend an. Meine Frau und ich nahmen an der Veranstaltung „Vegetarisches, vielfältiges Vergnügen“ in der vhs Emden teil. Unser erster gemeinsamer Kochkurs und für mich bisher der schönste. Eine sehr angenehme Teilnehmergruppe, tolle Dozentin und gelungene Menüauswahl. Bei 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer so wie fünf Gerichten kam auch nicht zu viel Stress aus. Zu trinken gab es auch reichlich. Beim kochen und essen wurde viel gelacht und erzählt, sodass sich meine Frau und ich uns auf hoffentlich viele Folgeveranstaltungen freuen. Das erste Gericht war im Übrigen eine bunte Currysuppe, für deren Schärfe ich diesmal nicht die Verantwortung hatte.

Gestern kam dann Triumph and Tragedy auf den Tisch. Wir schaffen es sogar zwei Parteien zu spielen. Für mich ist es auf jeden Fall ein Spiel unter den Top 20 meiner Sammlung — auch wenn ich beide Male verloren habe.

Heute dann wollten wir eigentlich Arche Nova nur kurz anspielen, um bei dem sonnigen Wetter nach draußen zu gehen. Allerdings entwickelt das Spiel einen enormen Suchcharakter. Man will immer noch einen weiteren Zug machen, bevor man dann unterbricht. Wir sind dann doch zu Hause geblieben, nur für das Bloggen konnte ich mich kurz losreißen.

Kommen wir aber zu der Sache mit dem Logo.

Köln mit neuem Logo?

Gestern Abend kurz vor dem Schlafen gehen musste ich mal wieder am Sachverstand in Köln zweifeln. Die Kölner Stadtverwaltung (die gerne auch mal etwas quer zu bestehenden Ratsbeschlüssen macht) will ein neues Logo einführen. Das alte sei zu komplex, daher soll das neue Logo künftig einfarbig und vereinfacht sein. Der doppelköpfige Adler weist im Entwurf deutlich weniger Details auf.

Kann man ja noch nachvollziehen. An den Kopf fassen muss man sich jedoch angesichts der Tatsache, dass die Stadtverwaltung ernsthaft den Kölner Dom aus dem Logo entfernen will. Nein, das ist kein Aprilscherz.

Nicht nur für viele Kölner ist der Dom das Symbol mit der Identifikation mit der Stadt am Rhein. Im Logo ist er ein Teil der Kölner Identität. So was zu streichen, ist — wir fehlen da wirklich die Worte.

Mit fadenscheinigen Verweisen auf Internetseiten und Social-Media-Kanäle, wo die bisherige Version aufgrund ihrer angeblichen Komplexität nicht funktionieren soll, wird die Axt angelegt.

Designer reden so was freilich gerne schön und verweisen mitunter darauf, dass, auch wenn die Domspitzen im Logo fehlen, sie doch als schmückendes Beiwerk noch Verwendung finden. Die Rechtfertigung für die neue Version lässt sich dabei auf einen Satz reduzieren: Das gemeine Volk ist einfach nur zu dumm, um die dahinter steckende Genialität zu erkennen.

Fragen wir lieber nicht, was die Überarbeitung des Logos gekostet hat.

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