Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Entrümpeln kostet Überwindung

Längst ist Entrümpeln aus der verstaubtem Ecke im Mainstream angekommen. Aufräumen verspricht eine gehörige Portion Wellness im Alltag.

Neue Besen kehren gut

Der Ausspruch von Friedrich Merz „Junge Besen kehren gut, aber alte Bürsten kennen die Ecken.“ zeigt ein verstörendes Verhältnis des Politikers. Wohl die meisten von uns werden überwiegend mit dem Staubsauger arbeiten. An dieser Stelle also viele Grüße an ihr Fax-Gerät, Herr Merz. Aber gut, vermutlich meint Merz kehren im übertragenen Sinne. Auskehren, also mal ordentlich bei der CDU durchfegen. Allerdings ist zu bezweifeln, dass sich der designierte Parteivorsitzende dabei auch von verstaubten Idee verabschieden wird. Eher wohl von Parteifunktionären, mit denen er noch Rechnungen offen hat.

Immerhin, auf jeden Fall ist die CDU mit Merz auf einem Kurs, der sich von einem „weiter so“ unterscheiden wird. Das unterscheidet die Partei von sagen wir mal der katholischen Kirche in Köln. Nach aktuellem Stand ist man mit dem Entrümpeln nicht vorangekommen, sodass im März Kardinal Rainer Maria Woelki aus seiner geistlichen (nicht geistigen…) Auszeit wieder zurück ins Bistum kommen wird.

Woelki ist im Übrigen ein perfektes Beispiel dafür, wie unzutreffend das mit den neuen Besen ist. Die Hinterlassenschaften seines Vorgängers und Ziehvaters Meisner konnte er nicht auskehren.

Entrümplen ohne Marie Kondo

In Bezug auf Entrümpeln hat es der Ostfriese etwas einfacher als der Kölner. Letzteres betrachtet zwar auch öffentliche Grünflächen als persönliche Mülldeponie und stellt gerne seinen alten Kram mit lustigen Schildern wie „zu verschenken“ vor die Tür, ihm fehlen aber die Grachten zu unauffälligen Entsorgung. Es gibt wohl auch offensichtlich einen besonderen Menschenschlag, der im Umgang mit Müll eine stoische Haltung aufweist. Mülleimer ist Mülleimer, auch wenn er kaputt oder voll ist.

An der Bushaltestelle gegenüber konnte man tagelang beobachten, wie Müll in den Mülleimer geworfen wurde, obwohl deutlich sichtbar der Boden des Behälters fehlte. In dem Zusammenhang fand ich auch die Aktion Menschen von der BEE interessant. Die reparierten die Mülltonne und sammelten den Müll auf dem Bürgersteig ein. Allerdings nicht das, was am Straßenrand lag, denn dafür ist ja die Straßenreinigung zuständig.

Müll ist, wie man sieht, ein spannendes Thema. Ganz nebenbei lässt sich auch noch Geld damit verdienen. Beim Entrümpeln sieht es eher anders aus. Meistens ist man einfach nur froh, wenn das alte Zeug weg ist. Aktuell geht es mir mit dem wachsenden Stapel aussortierter Brettspiele. Damit kein falscher Eindruck auf Grund des Fotos entsteht: Terraforming Mars wurde nicht entrümpelt, sondern nur Karton und Insert, nach dem gestern die Big Box kam.

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