Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Guter Whiskey reift mit dem Alter. Über Künstler wie Stefanie Heinzmann kann sich jeder selber sein Urteil bilden.

Sträter als Täter

Tatsächlich ist Torsten Sträter Schuld an einer Neu- sowie einer Wiederentdeckung. Wobei nicht in Person, sondern eher der Algorithmus von YouTube. Alles fing damit an, dass ich mir (aus welchem Grund auch immer) das Video „Horrortrip auf Unterzucker“ anschaute. YouTube merkt sich so was natürlich, nicht nur im Wiedergabeverlauf. Als Nächstes bekam ich dann ein paar Tage später eine Folge von „God vibes only“ vorgeschlagen. Torsten Sträter zu Gast bei Hazel Brugger. Bisher kannte ich Hazel Brugger noch gar nicht. Merkwürdigerweise scheine ich in einer anderen Filterblase zu leben.

Dabei hätte ich ihr bei dem, was sie so macht (Stand-up-Comedian, Kabarettistin, Moderatorin, Bloggerin, Autorin und Slam-Poetin) insbesondere in Köln (wo sie mit Mann und Tochter lebt) eigentlich mal über den Weg laufen müssen. Andererseits bin ich nicht so der Typ, der in Bezug auf Medienkonsum zu 80 Prozent eher derjenige bin, der das geschriebene Wort bevorzugt.

Wie dem auch sei, die Folge auf YouTube geht über eine Stunde, die absolut kurzweilig ist. Absolut sehenswert (und hörenswert) unterscheidet sie sich von dem vielen Müll, der sonst so auf der Plattform (und auch im Fernsehen) zu finden ist.

Durch das Abonnieren des Kanals „Hazel & Thomas“ bekam ich dann weitere Vorschläge. Unter anderem die ältere Folge, wo Stefanie Heinzmann zu Gast war.

Bielefeld erlebt Stefanie Heinzmann

Irgendwas klingelt bei mir beim Namen Stefanie Heinzmann. Aber mein Gedächtnis ist legendär schlecht und nicht mal ein Sieb (denn darin bleibt zumindest etwas hängen). Meine Frau dagegen konnte sich beim anschauen des Videos an einen Auftritt von Heinzmann in Bielefeld im Ringlockschuppen erinnern. Grob schätzte ich, dass das möglicherweise vor rund 14 Jahren gewesen sein muss. Da gab es diesen Blog schon und ich hätte dann unter Garantie etwas über Heinzmann geschrieben. Hab ich auch.

So ganz überzeugt waren meine Frau und ich damals also nicht, wie ich heute Morgen dann nachlesen konnte. Dagegen hat uns ihr Auftritt bei Brugger ziemlich überzeugt. Im charmanten und kurzweiligem Talk ging es unter anderem um das Thema kurze Haare bei Frauen. Meine pragmatische Haltung ist ja, dass es sowohl Männer gibt, denen lange Haare stehen als auch Frauen, bei denen eine Kurzhaarfrisur richtig gut aussieht. Bei Heinzmann ist letzteres der Fall. Meine Frau und ich sind uns einig, dass es bei ihr erheblich besser als sieht als die irgendwie langen Haare, die sie noch zum Zeitpunkt ihres Auftritts in Bielefeld hatte.

Die Haarfrage

Im Übrigen möchte ich an dieser Stelle zwei Dinge in den Raum werfen. Erstens hat jeder das Recht, selber über seine Friseure zu bestimmen. Und zweitens ergeben lange Haare längst kein Friseur. Es sind einfach nur lange Haare. Warum man (vor allem Mann) meint, Frauen müssten lange Haare haben: ehrlich, keine Ahnung.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.