Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Das ostfriesische Abenteuer mit Radtouren rund um Emden geht weiter. Endlich lässt sich die neue Heimat genießen.

Grünes Emden entdecken

Hinter dem Slogan „Radeln Sie los!“ verbirgt sich nicht nur eine Artikelserie in der Emder Zeitung, sondern auch ein gleichnamiges Buch der EZ. Exakt 28 Radtouren locken hinaus und rund um Emden so wie auch in die nähere Umgebung. Leer, Aurich und Moordorf. Auch wenn meine Frau und ich die Radtouren für den Sommerurlaub beziehungsweise die nahenden Sommerfluren geplant haben, nahmen wir uns dann doch heute die erste Tour vor. Wobei es streng genommen die zweite Tour gewesen ist, denn die ist rund 19 Kilometer lang und nicht 41 Kilometer, wie die erste Radtour. Den Aufbau im Heft muss man nicht wirklich verstehen. Fangen wir aber mit dem Positiven an.

Emden und das Umland sind verdammt grün, viel Wasser und Natur können entdeckt werden. Im Vergleich zur Stadt mit K ist das Angebot an Radwegen beziehungsweise Strecken, die gut für Fahrradfahrer geeignet sind, enorm hoch. Entspanntes Fahren trägt seinen Teil zur Erholung bei.

Wenn man die Radtour zwei nimmt, sieht man schon einige schöne Ecken von Emden. Gerade der Rückweg über den Südkai und den Emder Außenhafen ist beeindruckend. Wenn man denn die richtige Strecke findet, denn das ist nicht so einfach. Man muss die einzelnen Touren als sportliche Herausforderungen sehen — hauptsächlich in Bezug auf die Planung.

Moderne Radtouren fehlen

Sagen wir mal so, wenn ich Urlauber in Emden wäre, mit den Radtouren der EZ könnte ich nichts anfangen. Insbesondere den Slogan „Radeln Sie los!“ halte ich für irreführend. Mit einfach losrasen ist es nicht getan, da man anständiges Kartenmaterial benötigt. Die Mini-Karten ohne ausreichende Straßenbezeichnung im Heft selber ist keine Hilfe. Insbesondere nicht unterwegs.

Ich für meinen Teil bevorzuge ehedem einen GPS-Track, den ich in mein Navi eingeben kann. Möglicherweise erwarte ich ja zu viel von der EZ und den dem Team hinter „Radeln Sie los!“, aber GPS-Tracks zu den einzelnen Radtouren wären verdammt praktisch gewesen. So muss ich mir das alles mühsam selber zusammenstellen. Der Hinweis mit dem Knotenpunktnetz ist eher gut gemeint, daher würde ich mich nicht darauf verlassen.

Mein Vorschlag für eine Neuauflage: QR-Codes zu jeder Radtour, hinter denen sich ein Download-Link für die GPS-Tracks verbirgt. Mit einem Navi, sei es über eine Smartphone App oder einem von Garmin, kann man dann die Strecken wesentlich entspannter fahren. Sollte das wirklich total schwer erscheinen, biete ich mich gerne mit Rad(t) und Tat an.

3 Kommentare

  1. Moin😊,
    ich bin zufällig auf Ihre Seite gekommen und lese sehr interessiert Ihre Berichte. Vielleicht auch, weil wir gerade aus dem Ostfriesenland Urlaub wieder nach Berlin gekommen sind und eigentlich wieder umkehren könnten. Aber dazu braucht man sicherlich auch viel Mut. Ich wünsche Ihnen alles Gute in der neuen Heimat 🍀😊

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