Von allen guten und bösen Geistern verlassen

An dunklen Wintertagen sorgen elektronische Videospiele für eine natürliche Beleuchtung. Analog wird bei Kerzenschein gespielt.

Durchwachsener November

Analoges spielen bei Kerzenschein ist natürlich völliger Blödsinn. Zum einen möchte ich mich nicht noch weiter das Augenlicht verderben (das übernehmen die elektronischen Spiele schon). Zum anderen ist Kerzenlicht für das meiste Material von Brettspielen brandgefährlich. Es gibt auch eigentlich nur ein Brettspiel, bei dem ich Teelicht gelten lasse, nämlich beim Waldschattenspiel. Ja, es gibt noch ein anderes, aber Spoiler sparen wir uns mal wieder.

Rein statistisch kommt der November fast an seinen Vormonat heran, nicht aber an seinen Vorgänger im Jahr 2019. Vor 12 Monaten konnte ich in der Summe 246 Partien und 15 verschiedene Spiele aufweisen, heuer sind es lediglich 25 Partien bei 5 verschiedenen Spielen. Im direkten Vergleich zum Vormonat 2 Partien und 4 Spiele weniger. Unbeabsichtigtes Monatsmotto ist wohl „Klasse statt Masse“ gewesen:

  • Root (9)
  • Anno 1800 (7)
  • Undaunted: Normandy (9)
  • Fort (3)
  • SpaceCorp (1)

Wirklich neu auf den Tisch gekommen sind dabei Anno 1800 und Fort. Persönlich kann ich die Kritiken an Anno 1800 in feinster Weise nachvollziehen. Die elektronische Version auf dem Computer muss man nicht kennen, um Spaß an Anno 1800 zu haben. Zudem ist das Spiel ziemlich abwechslungsreich und auch bei zwei Spielern extrem spannend. Es sei denn natürlich, man spielt es nicht richtig, weil man den Kern nicht erfasst hat.

Nintendo für elektronische Spiele

Leicht anders sieht es bei Fort von Leader Games aus. Wer hier eine Art Root light erwartet, wird ziemlich enttäuscht sein. Fort ist ein flottes Kartenspiel mit einem Deckbuilding Mechanismus. Der besondere Dreh dabei: eigene ungenutzte Karten können von den Mitspielern in ihr Deck eingebaut werden. Als Absacker spielt sich Fort ganz nett, abendfüllend ist es jedoch nicht.

Mit Blick auf die Statistik füllten sich meine Abende im November weitestgehend leider ohne Brettspiele. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen, das C-Wort lasse ich mal unter die Maske rutschen (oder so ähnlich).

Abgesehen vom Regeln lernen bin ich in Bezug auf Brettspiele kein Solospiel, ich bevorzuge dann lieber elektronische Spiele an der Konsole. Seit Ende August ist die Xbox one jedoch ziemlich kalt geblieben, da mir die Titel auf der Switch einfach mehr zusagen. Ich komme auch eher dazu, Spiele wirklich durchzuspielen. Wobei ich mit Sicherheit noch vor Weihnachten Pokémon Schwert zur Seite legen werde, ohne alle Tierchen gefangen zu haben.

Das Spiel ist wirklich klasse und hat mich schon über 60 Stunden (mit den beiden Erweiterungen) in den Bann gezogen, aber irgendwann ist auch mal gut. Es wird dann auch nur noch repetitiv und ermüdend.

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