Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Rosé für Thilo Sarrazi

Für den Ausschluss von Thilo Sarrazin aus der SPD wurde es höchste Eisenbahn. In seinem Fall kann die diese Tage obligatorische Maske ein Maulkorb sein.

Der perfekte Begleiter im Sommer auf der heimischen Terrasse ist ein guter Rosé. Mit ein Glas voll bekommt man Abstand zu den Widrigkeiten des Alltags.

Aussteigen bei der SPD

Während mir der wohl beste Friseur in Köln gestern die Haare schnitt, vibrierte meine Uhr. Eine Eilmeldung der Süddeutschen Zeitung. Es gibt um die Abschiebung von Thilo Sarrazin aus der SPD. Genau gesagt, um einen Beschluss des Schiedsgerichtes der Partei. Seit gestern wird zurückgeschossen, ähm, ist Sarrazin kein Genosse mehr. Er wurde aus der SPD ausgeschlossen.

Lange genug hat es ja gedauert. Durchgestanden für die Sozialdemokraten ist es aber noch nicht, denn Thilo Sarrazin will alle ihm noch zur Verfügung stehenden Mittel und Wege nutzen, um seinen Verbleib in der SPD zu erstreiten. Was man halt so macht, wenn in der Kindheit das Badewasser versehentlich zu heiß gewesen ist. Möglicherweise ist das aber seine persönliche Marketingstrategie, um auf sein neues Buch aufmerksam zu machen.

In jeder Dorf-Disco landet man schneller vor der Tür, wenn man sich nicht benimmt. Das Urteil des Türstehers lässt sich auch nicht anfechten. Manche werden im Alte klug, andere entdecken wie rechte Seite des Lebens und vertreten mit 75 Jahre rassistischen Unfug.

Glaubt man meinem Weinhändler, dann liegt Rosé in diesem Sommer wieder voll im Trend. Glaub ich ihm aufs Wort, denn auch ich finde Rosé ziemlich spannend. Für Rotwein ist es einfach zu heiß, den mag ich eher an kühleren Tagen. Wobei aus meiner Frau und mir mittlerweile Weißweintrinker geworden sind.

Wasservögel in Köln

Wasservögel in Köln

Nachmieter ohne Rosé

Die vielen Tanine im Rotwein sorgen mitunter für schlaflose Nächte. Auf der anderen Seite kann Weißwein im Sommer auf der Terrasse auch etwas langweilig werden. Grillfleisch und Weißwein passt meiner Meinung nicht so gut zusammen. Wie dem auch sei, Rosé, insbesondere trockener, kann vielfältig und spannend sein. Für mich ist es verbunden mit lauen Sommernächten, sitzen auf der Terrasse, im Garten oder an einem See. Und auf jeden Fall mit einem Blick in den Sternenhimmel.

Zu viel Sternenhimmel kann aber ungesund werden. Man bekommt dann die Vorstellung, unbedingt nach den Sternen greifen zu müssen. So wie diese Woche Interessenten für unsere bisherige Wohnung in Köln. Ehrlich wie viel Rosé oder anderes Zeug muss man getrunken haben, um so eine verquere Vorstellung vom Mietmarkt in Köln zu bekommen?

Die Miete ist angesichts der Lage mehr als fair. Auch sind 85 qm nicht gerade klein, Einbauküche ist vorhanden und man wohnt hier wie auf einem Dorf mitten in der Stadt. Erst hieß es von der Vermieterin, sie wollen die Wohnung unbedingt. Dann sprangen die beiden ab. Dafür wurde dann andere Interessenten verprellt. Immerhin, die beiden mit dem Rückzieher hatte ich bereits vorher so eingeschätzt und meine Vermieterin aus davor gewarnt. Manche Menschen nehmen Ratschläge an. Andere wissen es unbedingt besser. Hoffen wir nur, dass dieses auf die Nase fallen nicht uns auch noch in Mitleidenschaft ziehen wird.

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