Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Vodafone kostet Nerven

Die Servicequalität bei Telefon- und Internetanschlüssen ist anbieterübergreifend stark verbesserungsdürftig. Besonders beim Wechsel spürt man das hautnah.

Murphys Gesetz findet insbesondere beim Telefon und Internetanschluss Anwendung. Ein Neuanschluss etwa bei Vodafone kann viel Nerven kosten.

Einmal Telekom ohne zurück

Es gibt einen zutreffenden Satz aus der IT: „Never change a running system“. Wer anfängt, an gut laufenden Dingen herum zu schrauben, läuft Gefahr, am Ende alles ruiniert zu haben. Das gilt erstaunlicherweise auch für den heimischen Internetanschluss. Eigentlich müsste mir das durchaus bekannt sein. Bei länger zurückliegenden Ereignissen setzt meistens ein erfolgreicher Verdrängungsprozess ein.

Seit meiner ersten Wohnung bin ich Telekom-Kunden. Zuerst, weil es damals nichts anderes gab. Dann deshalb, weil ein Wechsel zu Arcor in die Hose ging. Garantiert nicht bin ich Telekom-Kunde, weil die Preise so besonders günstig sind. Im Gegenteil.

Jeder Umzug war immer auch die Idee auf, endlich mal Nägel mit Köpfen zu machen und zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Beim letzten Umzug innerhalb von Bielefeld sollte es Arcor sein. Die Unterlagen zum gesamten Vorgang bekam ich gestern beim Vernichten alte Dokumente in die Finger. Ernsthaft hieß es dort, man würde den Antrag auf einen Anschluss erst bearbeiten, wenn die Widerrufsfrist abgelaufen sei. Die Wochen nach Einzug, oder auch später hätte ich dann vielleicht Internet gehabt. Dankend lehnte ich ab und blieb weiterhin bei der Telekom.

Anschlussadresse versus Lieferadresse

Anschlussadresse versus Lieferadresse

My way to Vodafone

Beim Umzug nach Köln blieben wir auch bei der Telekom, nahm auch eine Vertragsverlängerung in Kauf. Dafür gab es keine Probleme mit dem Anschluss. Auf den Tag genau hatten wir wie gewünscht wieder Internet. Als wir dann in die autofreie Siedlung nach Nippes zogen, verlief das mit dem neuen Anschluss nicht ganz so reibungslos. Es war ein ziemliches Drama.

Mit jeder geänderten Kleinigkeit gab es auch immer aufs Neue eine Vertragsverlängerung. Für Emden wollte wir eigentlich bei der Telekom bleiben. Nach einer ersten, positiven Selbstauskunft hier es dann letzte Woche, es sei keine Leitung mehr frei. Und überhaupt, mein Vertrag würde sich dann um weitere zwei Jahre verlängern. Ne, diesmal nicht, dachte ich mir. Tatsächlich stellte sich dann auch heraus, das maximal DSL 16 zur Verfügung stand.

Also führte der Weg zu Vodafone, da auch die vorherigen Bewohner dort Kunden sind. Letzten Mittwoch schloss ich dann einen Betrag ab und wartet auf die schriftliche Bestätigung. Es kam weder eine E-Mail noch etwas per Post. Daher nahm ich dann gestern erneut Kontakt zu Vodafone auf. Zu meinen Daten wurde nichts im System gefunden. Kann mal passieren. Mit der Mitarbeiterin am Telefon ging ich dann die gesamte Prozedur noch mal durch.

Anschluss versus Lieferadresse

Besonders wichtig war mit auch beim zweiten Mal, die Hardware zusammen mit den Vertragsunterlagen an die bisherige Adresse gesendet zu bekommen. Da der Umzug erst Ende August erfolgt, wäre es einfach blöd, wenn alles dorthin geschickt würde. Per E-Mail wurde mir das auch so bestätigt. Nur gab es dann heute Morgen eine abweichen Versandbestätigung an die neue Adresse.

Auch mehrfache Gespräche mit der Kundenhotline halfen da nichts. Die Hardware geht an die neue Adresse. Vodafone meint, da nichts machen zu können, versichert mir jedoch, erneut alles zu versenden, wenn das falsch verschickte Paket wieder bei ihnen sei.

Im Übrigen, was DHL angeht: der erste Mitarbeiter an der Service-Hotline hat einfach aufgelegt, nach dem er von meinem Anliegen erfuhr. Der Zweite meine dann, die Sendung lasse sich nicht umleiten. Na toll! Ein weiteres Problem auf dem Weg nach Emden. Der Umzug wird deutlich schwieriger als befürchtet. So muss ich etwa am Auszugstag alleine alles stemmen (mit dem Umzugsunternehmen), weil meine Frau nur für einen Tag eine Freistellung erhält — die nehmen wir dann besser für den Einzug.

Btw.: Seit dem ich bei der Telekom via Twitter nach einem Sonderkündigungsrecht gefragt habe, herrscht Funkstille.

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