Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Gespielt im Mai

Der nahende Sommer zeigt bereits die ersten verbrannten Wiesen. Gnadenlos geht es die immer auch auf dem Spieltisch zu.

Wieder ein Monat im merkwürdigen Corona-Jahr 2020 liegt hinter uns. Aus dem Regal wurde dabei weniger gespielt als geplant.

Was der Mai macht

„Alles neu macht der Mai“ lautet so ein Kalenderspruch. Oder war es eine Bauernweisheit? Keine Ahnung. Wirklich viel Neues hat der Mai nicht gebracht. Lockerungsübungen während der Corona-Krise, aber echte Spielrunden blieben aus. Auch im Juni wird es die aller Voraussicht nicht geben. Zu groß ist meiner Frau und mir das Risiko einer Ansteckung.

Was daher in spielerischer Hinsicht bleibt, sind Brettspiele, die sich gut zu zweit spielen lassen. Davon kamen einige auf den Tisch, aber im Vergleich zum Vormonat wurde weniger gespielt. Soweit waren es im April 2020 genau 38 Partien und 48 Stunden. Es Mai sind es dagegen 32 Parteien und 31 Stunden. Allerdings ist das eine Steigerung um zehn Spiele verglichen mit dem Mai von 2019. Damals belegten Übrigen Root und Conquest of Paradiese die ersten beiden Plätze der Liste — beide wurde über fünf Mal gespielt und zähle daher als sogenannten „fives“. Im zurückliegenden Mai gehören dazu immerhin drei Spiele. Azul, Tapestry und Glen More II: Chronicles führen die Liste an. Auf der stehen insgesamt nur acht Spiele — im April waren es 12 verschiedenen.

Angespielt im Juni

Auf in die Küche

Wie gespielt wurde

Schwerpunkt im Mai lagen sowohl daran, die 50er Herausforderung abzuschließen (im Jahr 50 verschiedenen Spiel zu spielen) aber auch im Besonderen, den H-index insgesamt auszubauen. Mittlerweile liegt der wieder bei 21, nach dem ein paar Spiele ausgeschlossen werden musste — sie befinden unter anderem nicht mehr im Besitz. Noch mal zur Erinnerung: ein H-index von 21 meint, dass ich 21 Spiele mindestens 21 Mal gespielt habe. Das hört sich für Muggel möglicherweise befremdlich an, dahinter steckt aber auch ein Ziel. Ich für meinen Teil bekomme zusammen mit meiner Frau einen Blick dafür, welche Spiele weiterhin in unserer Sammlung bleiben dürfen und welche nicht.

Ein Kriterium dabei ist zum Beispiel, wie viel Lust wird haben, es erneut zu spielen. Als vom Statistik-Programm „Flügelschlag“ als Nächstes vorgeschlagen wurde, waren wir uns beide schnell einig. Das wollen wir erst mal nicht spielen. Die Flügel scheinen erlahmt zu sein, vermutlich wohl auch ein Grund, warum wir bisher um die Europa-Erweiterung einen Bogen gemacht haben.

Nicht falsch verstehen, Flügelschlag ist kein schlechtes Spiel. Aber es ist halt der Konkurrenz in unserem Regal ausgesetzt. Der Platz reicht nicht aus, um einfach nur so im Regal herumzuliegen. Jedes Spiel muss sich seine Position erkämpfen, verdienen und diese auch verteidigen. Die nächsten Kandidaten für den Ring haben sich bereits angekündigt. Zum Einstieg für den neuen Monat liegt jetzt „Kitchen Rush“ auf dem Wohnzimmertisch.

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