Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Gemeinsame Erlebnisse wie etwa gegenseitiges Abschreiben und dabei erwischt werden verbanden. Der leitende Ermittler Aiko Gruisinga aus Wilhelmshaven und Rösch gaben sich die Hand.

Frau Freiherrin von Boekhoff hieß ihre empörte Klassenlehrerin. Beide grinsten, als Rösch ihren Namen mit dem besonders betonten Adelszusatz ausbrach. Selbstverständlich durfte sich Rösch am Tatort umsehen. Ein kleiner Gefallen unter alten Schulfreunden.

Das Zimmer von O. sah noch genau so aus wie Rösch es am Vorabend verlassen hatte. Nur O. fehlte. Eine auffällige Umrisszeichnung gab es nirgends auf dem Boden. Gerade als Rösch das Absperrband hochheben wollte, hielt ihn Gruisinga an der Schulter zurück. Gruisinga schüttelte den Kopf. Soweit ging ihre Freundschaft nun auch nicht. Sie verabredeten sich auf ein gepflegtes Pils auf die alten Tage, dann verließ Rösch wieder das Hotel. An der Rezeption saß eine junge Angestellte mit weißen Zahnbürstenköpfen in den Ohren.

Draußen passten nicht nur die Autos im morgendlichen Berufsverkehr, sondern auch die Gedanken von Rösch. Offensichtlich gab es noch keinen Anfangsverdacht. Keine heiße Spur, auch nichts, was auf ihn als möglichen Täter hinweisen würden. Bei seinem zu schreibenden Artikel half ihm das jedoch nicht. Angesicht der dürftigen Information gab es nur einen Ausweg.

Rösch ging rüber zur VHS und betrat die dort untergebrachte Stadtbücherei auf der Suche nach etwas Anregung für ein exklusives Interview.

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