Brettspieltisch anschaffen

Brettspieltisch anschaffen

Früher oder später stellt sich die Frage nach dem idealen Tisch für Brettspielrunden. Dabei wirkt ein Brettspieltisch besonders verlockend.

Runter auf den Boden

s gab eine Zeit, als sich die Frage nach einem Brettspieltisch noch nicht für mich stellte. Wenn man jung ist, reicht auch der Fußboden aus. Nächtelang haben wir im Zimmer eines Freundes auf dem Boden gesessen und gespielt. In gemütlicher Runde reicht so ein Boden für Kartenspiel wie Tichu genau so wie für Siedler von Catan aus. Das Tolle am Fußboden: Er bietet in der Regel viel mehr Platz als ein handelsüblicher Tisch. Nur in Bezug auf das Sitzen ist er unbequem. Je älter man wird, desto unbequemer wird es, auf dem Boden zu hocken. Zudem ist die Beleuchtung mitunter diffuse, ein anderes, wichtiges Zubehör wie etwa Weingläser sind immer in Gefahr.

Später im Studium hatte ich dann selber zwar einen Tisch, aber dran spielen konnte man nicht. Am Küchentisch wurde gegessen, da kamen allenfalls kürzer Spiel in Frage. Und der Couchtisch war schlicht zu niedrig. Da hätte man ja gleich wieder auf dem Boden spielen können.

Mit den Jahren kam dann ein Wohnzimmertisch dazu, der endlich auch Platz bot für größere Spiele. Nicht nur das, die angefangenen Spiele konnten auch tagelang darauf liegen bleiben, ohne das es zu Konflikten kam. Schließlich bot die Küche mit eigenem Tisch genügend Platz. Im Grunde genommen ist unser runder IKEA-Massivholztisch nach wie vor unser Brettspieltisch.

Kein Brettspieltisch
Kein Brettspieltisch

Ein richtiger Brettspieltisch

So ein „normaler“ Wohnzimmertisch ist allerdings kein richtiger Brettspieltisch, wie ich mittlerweile einsehen musste. So schön sich der runde Tisch auch ins Ensemble einfügt, praktisch für Spiele ist er leider nicht. Man kann ihn wunderbar ausziehen, aber je nach Spiel sind dann mindestens zwei Personen zu weit Weg vom Spielbrett. Hinzu kommen natürlich die Gefahren, die an normalen Tischen allen Spielen droht. Umkippende Gläser und Flaschen. So was kann freilich mit Beistelltischen weniger elegant umgehen. Oder aber, man fängt langsam an, nach einer richtigen Lösung zu suchen.

Das Thema Brettspieltisch beschäftigt mich schon etwas länger, was angesichts der Preise für so ein Möbelstück auch kein Wunder ist. So was bezahlt sich nicht mal eben aus der Portokasse. Abgesehen davon gibt es enorme Unterschiede im Hinblick auf die Ausstattung. Auf der diesjährigen Spiel konnte ich mir ein paar Exemplare näher ansehen:

Sowohl in Bezug auf Preis als auch hinsichtlich des Materials und der Verarbeitung gibt es erhebliche Unterschiede.

Sicher speichern

Beim Moby Geek bin ich mir noch nicht ganz sicher, aus welchem Material er ist — preislich ist er in jedem Fall der günstigste Brettspieltisch und schlägt auch noch den Hüne. Dessen Verarbeitung aus Spanplatten überzeugte mich nicht. Wenn nicht aus gut gelagertem Massivholz, dann ist Multiplex die bessere Wahl für einen Tisch. Klar ist das eine Frage des Preises, aber spätestens, wenn die erste Macke rein kommt (und das passiert garantiert früher oder später), sieht das bei Spanplatten nicht mehr schön aus.

Letztendlich muss das jedoch jeder mit seinem Geldbeutel ausmachen. Ob man einen Brettspieltisch wirklich benötigt, ist zudem dann auch noch eine zu klärende Frage. Neben praktischen Getränkehaltern hat mich ein Feature mittlerweile ziemlich überzeugt. Die abgesenkte Spielfläche ermöglicht einen ganz anderen Blick auf das Spielbrett. Der Umstand, dass man die Spielfläche dann mit Holzplatten zudecken und einen dann einen normalen Tisch hat, ist für mich so eine Art Speicherfunktion für laufende Partien. Auf diese Weise könnte man zu zweit Gloomhaven spielen, stehen lassen und mit anderen auf dem Tisch etwas ganz anderes spielen. Ziemlich praktisch.

Mein derzeitiger Favorit ist der Tisch von Kapplex – auch auf Grund des tollen Gesprächs am Stand in Essen. Was mir bei allen Tischen allerdings fehlt: Ein Option zur Ratenzahlung würde sicher zu mehr Käufern führen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren