40 Grad im Schatten

40 Grad im Schatten

Köln nähert sich einer Temperatur von 40 Grad im Schatten. Eine Gedenkminute für Menschen, die  in Dachgeschosswohnungen leben.

Heißer geht es immer

Letztes Jahr dachte ich bereits, wir hätten einen Hitzerekord im Sommer erreicht. Ein extremer Juli, Temperaturen, die mich persönlich in den Wahnsinn treiben. Mit Hitze kann ich nicht so gut. In der Süddeutschen Zeitung gab es dazu dann einen ausführlichen Bericht mit gruseligen Bildern aus Deutschland. Ausgetrocknet Flüsse und Seen, verbrannte Felder. Es wurde dabei auch dokumentiert, wie sich der Niederschlag über mehre Monate verhalten hatte. Eine ziemliche Katastrophe.

Dieses Jahr fällt ähnlich aus, auch wenn die Aufmerksamkeit etwas geringer zu sein scheint. Während im letzten Sommer 40 Grad noch eine fiktive Marke darstellt, ist es heute zum Greifen nah. Aktuell liegt die Temperatur bei 36 Grad, am Nachmittag soll es 40 Grad werden. Das ist eindeutig zu viel für meinen Geschmack. Allerdings haben wir zur Zeit noch verdammt Glück, denn es ist eine extrem trockene Hitze. Durch die geringe Luftfeuchtigkeit scheint es fast schon erträglich. Mich wundert es, dass mir die 26 Grad schon fast frisch vorkommen. Auch gestern Abend bei über 30 Grad in den Abendstunden schwitze ich nur leicht. Dafür saßen meine Frau und ich letzte Woche bei 22 Grad mit einer Decke vorm Fernseher.

40 Grad in Köln
40 Grad in Köln

 

Umstellungen bei 40 Grad

Scheinbar stellt sich der Körper um und gewöhnt sich an die Temperaturen. Zumindest bei mir scheint es der Fall zu sein. Bei schwül-warmen Wetter sieht es aber garantiert anders aus. Vermutlich kann ich für den Urlaub im August auf Föhr Winterklamotten einpacken, wenn es dann unter 20 Grad sein wird.

Wie dem auch sei, normal ist das alles längst nicht mehr. Wer immer noch vor den Klimawandel die Augen verschließt, hat hoffentlich keine Kinder, die unsere Verantwortungslosigkeit ausbaden müssen.

Bleibt noch die Frage, wie man bei 40 Grad oder mehr zurechtkommt. Wir lüften morgens gut durch, was auch durch einen leichten Wind quer durch die Wohnung möglich ist. Anschließen wird der Sonnenschutz heruntergelassen und die Fenster geschlossen. Im Übrigen, es ist mehr oder minder Zufall, dass es überhaupt einen Sonnenschutz gibt, denn ursprünglich war der nicht eingeplant. Immer wieder wundert mich, dass Jalousien nicht Standard sind bei Neubauten.

Richtig verdunkelt ließen sich 40 Grad noch besser ertragen. Während ich am Schreibtisch arbeite, reicht mir auch das Licht vom Monitor völlig aus. Lässig in der Sonne Latte macchiato schlürfen ist nicht mal mehr bei Hipstern angesagt.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren