Doctor Who als Frau

Doctor Who als Frau

Das Geschlecht sollte bei Doctor Who eigentlich keine Rolle spielen. Trotzdem ist die die elfte Staffel ein Totalausfall.

Geschlechterwechsel

Eingestiegen bei Doctor Who sind meine Frau und ich mit Staffel 27, oder, nach neue Zeitrechnung, der ersten Staffel der neuen Serie. Gespielt wurde der 9. Doktor von Christopher Eccleston. Ihm folgten als männliche Ausgabe des Doktors David Tennant, Matt Smith und schließlich Peter Capaldi — mein persönliche Favorit.

In den ganzen Staffeln bis hin zum Ende der 10. Staffel gab es immer wieder starke Frauen in der Serie. Entweder an der Seite des Doktors, wie Clara Oswin Oswald oder Bill Potts. Oder aber Missy, die Gegenspielerin des Doktors, auch als Mann unter dem Namen Master bekannt. Man erfuhr hier bereits, dass ein Wechsel des Geschlechts bei der Reinkarnation eines Timelords möglich ist.

Gefallen hat mir auch River Song, die spätere Ehefrau des Doktors. Aber auch in Nebenrollen gab es hervorragende weibliche Figuren bei Doctor Who. Herausragend ist dabei Ashildr (Me), gespielt von Maisie Williams). Sie wird zu einem unsterblichen Menschen, der die Zeitalter der Menschen durchlebt.
Was ich damit eigentlich sagen will: Als am Ende der 11. Staffel deutlich wurde, dass Doctor Who künftig eine Frau sein würde, habe ich mich gefreut.

Doctor Who, Staffel 1
Doctor Who, Staffel 1

Unglücksbringender Doctor Who

In manchen Hotels gibt es weder ein Zimmer mit der Nummer 13 noch eine 13. Etage. Es gibt Menschen, die davon überzeugt sind, diese Zahl brächte Unglück. An so was hat Jodie Whittaker vermutlich keinen Moment gedacht, als sie die Rolle des 13. Doktors annahm.

Obwohl die deutsche Version bereits seit einigen Monaten verfügbar ist, haben meine Frau und ich erst vergangene Woche die Staffel bei iTunes gekauft. Wir wollten und Doctor Who aufheben. Zudem wollten wir trotz vorab vernehmbarer Kritik an einen weiblichen Doktor und Jodie Whittaker glauben. Jetzt haben wir die Staffle 11 durch und hören mit Schrecken, dass es mit Jodie Whittaker eine weitere Staffel geben wird.
Es tut mir wirklich leid zu sagen, aber Jodie Whittaker beherrscht die Rolle des Doktors leider nicht. Das muss nicht unbedingt an ihr liegen, auch die Autoren der Drehbücher tragen eine erheblich Verantwortung.

Jedoch: Es gibt Folgen in der 11. Staffel, die haben eine enorme Durchschlagskraft, wie etwa „Dämonen in Punjab “. Die Teilung von Indien als Thema, die Gewalt zwischen Hindus und Muslimen, sehr gut eingefangen. Selbst der Doktor kann die Stärke dieser Folge nicht ruiniere. Liegt es daran, dass der Doktor eine Frau ist? Nein, daran dass man ihn zu einem schwachen Clown degradiert hat.

Stolpern durch die Folgen

In allen bisherigen von mir gesehen Staffeln war Doctor Who jemand, der mutig voranschritt, selbst wenn er Zweifel hatte. Nicht jemand, der als erster die Flucht ergreift. Die Planlosigkeit ist eines der großen Probleme der 11. Staffel. Das ist nicht der Doktor, so wie ich ihn gut fand. Das ist jemand, der versucht, der Doktor zu sein.
Wirklich, es werden gute Themen angepackt. Bei „Rosa Parks“ läuft einem schon mal ein Schauer über den Rücken. Mir persönlich hätte aber ein weiblicher Doktor gefallen, der mehr Power hat.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren