Quark of Folge

Quark of Folge

Noch wurde Quark of Folge (QoF) nicht verfilmt. Dafür aber das ziemlich ähnliche Game of Thrones — abriss einer Enttäuschung.

Spoiler für Verweigerer

Wer zu diesem Zeitpunkt noch nicht Game of Thrones gesehen hat, gehört im Grunde genommen zur Gruppe der Totalverweigerer. Schreibt man also irgendetwas über die Handlung, ist es für diesen Personenkreis ehedem egal. Wer auf Grund schwerer Krankheit die derzeitig aktuellste Folge noch nicht gesehen hat, erlebt möglicherweise nicht das Staffelende. Wie auch immer, es gibt eine ganze Reihe von Gründen, Game of Thrones zu lieben, obwohl einige Kritiker die Serie für Quark halten.

Sagen wir es mal so: ein Literaturnobelpreis wird der Autor mit der Prinz-Heinrich-Mütze, George R. R. Martin, vermutlich nie bekommen. Ist auch egal, solange GoT unterhaltsam ist. Die zweite Folge der achten Staffel gestern hatte in etwa den Unterhaltungswert ein professionellen Zahnreinigung. Mit dem Unterschied, das man nach der zumindest ein paar Tage lang ein sauberes Gefühl im Mund hat

„Quark wird getreten auch nicht stark.“ — das Lieblingszita eines Professors an der Uni Bielefeld, mit dem ich viel Zeit in einer Kommission verbrachte. Es viel mir gestern Abend beim abhängen mit der zweiten Folge ein. Die Handlung kam darin nicht recht voran. Die weißen Wanderer kommen, aber lassen sich dann doch noch so viel Zeit, dass man belangloses Szene strecken muss.

Quark of Thrones
Kein toter Drachen

Alles außer Quark

Beim ersten Dreh hatte man mit Sicherheit redlich 45 Minuten im Kasten, obwohl man eigentlich mindestens 50 haben wollte. Verzweifelt suchte man nach einer Idee, irgendwas noch zu strecken oder rein zu puzzeln, als die Schauspielerin Maisie Williams um die Ecke kam. „Hey, es gibt in GoT noch keine Sex-Szene mit mir!“
Tja, und damit waren die fehlenden fünf Minuten gerettet.

Ehrlich, großer Quark. Für mich ist die Szene absolut überflüssig. Man hätte auch direkte zur Sache kommen können. Also nicht in Bezug auf Arya und Gendry, sondern auf die weißen Wanderer. Die stehen erst am Ende der Folge vor den Toren von Winterfell. Als Zuschauer wartet man die ganzen 50 Minuten, das was kommt und wird dann auf das nächste Mal vertröstet.
Die so genannte Handlung in der Folge ließe sich auf drei bis maximal vier Sätze zusammenfassen. Aber tatsächlich ist spoilern Quark, beziehungsweise Käse. Belassen wir es daher dabei an dieser Stelle.

Klar fiebre ich dem Finale entgegen. Mittlerweile fände ich aber einen Sieg des Nachtkönigs ziemlich genial. Es wäre echt was ganz anderes, wenn Westeros vollständig fallen würde. Pädagogisch wertvoll wäre ein Ende, bei dem Cersei in der letzten Minute ihres Lebens bereut, Schuld am Untergang zu sein.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren