Kinderfreie Zone in Hamburg

Kinderfreie Zone in Hamburg

Nicht ganz Hamburg gilt künftig als kinderfreie Zone. Selbst im dem Café „moki’s goodies“ trifft das nur zum Teil zu, was aber auf taube Ohren trifft.

Kinder an die Wand!

Von Herbert Grönemeyer gibt es dieses Lied „Kinder an die Macht“, und ja, ich finde es nach wie vor schön. Mich beeindruckt auch das Engagement der Schülerinnen und Schüler an den Fridays for Future. Zudem gab es eine Menge guter Gründe, warum ich mal Lehrer werden wollte — und warum meine Frau es geworden ist. Mit anderen Worten, weder meine Frau noch ich hassen Kinder, im Gegenteil

Dennoch sind Kinder nicht alles. Zudem können sie einem auch ziemlich auf die Nerven fallen. Als Schülerinnen und Schüler genau so wie in der Nachbarschaft. Das ist einfach so und gehört gemeinhin zu dem, was wir Leben nennen. Mich stört weder die Posaune übenden Tochter der Nachbarn noch das schreien Neugeboren in der Wohnung nebenan. Aber ich rege mich auf über die beiden Jungs, denen die Elter nicht das abputzen der Schuhe beigebracht haben. Wiedermal sieht der Hausflur aus, als wäre ein ganzer Sandkasten über die Treppenstufen verteilt.

Das Geräusch von einem Basketballspieler draußen macht mich rasend — wobei hier das Alter irrelevant ist. Wie dem auch sei, es gibt weder Schwarz noch Weiß, sondern viele Schattierungen. Köln-Nippes ist weder eine kinderfreie Zone noch Bullerbü, wobei die autofreie Siedlung manchmal genau diesen Eindruck erweckt.

Kinderfreie Zone
Kinderfreie Zone

Kinderfreie Freiräume

Das Shisha-Bars genau so wie Spielcasinos kinderfreie Orte sind, stört niemanden. Schließlich gibt es dafür gute Gründen, etwa den Jugendschutz. Möchte die Besitzerin eines Hamburger Café „moki’s goodies“ ihr Lokal jedoch kinderfrei haben, löst die ein Sturm des Protestes aus. Dabei wollte sie nicht mal eine kinderfreie Zone haben, sondern erklärte lediglich, dass Kinder unter 6 Jahren nicht erwünscht sein.

Klar kann man darüber diskutieren und ich kann auch die Aufregung verstehen. Grundsätzlich aber ist das eine frei unternehmerische Entscheidung. Genau so, wie kein Besitzer eines veganen Restaurants dazu gezwungen werden kann, Rinder-Steaks zu servieren.

Persönlich stört mich in den meisten Fällen kein Kleinkind in einem Café, es gibt aber Momente, wo meine Nerven blank liegen. Daran sind dann aber nicht die Kinder Schuld, sondern die Eltern, allen voran eine gewisse Sorte Mütter (Stichwort Supermuttis). Bei gegenseitiger Rücksichtnahme wäre eine Diskussion an dieser Stelle überflüssig, denn es gäbe nirgends eine kinderfreie Zone.

Wie gesagt, über alles ließe sich zivilisiert diskutieren, nur beim Thema Kinder brennen bei manchen Mitmenschen (auf beiden Seiten) relativ schnell die Sicherungen durch.
Was auf gar keinen Fall hinnehmbar ist: ein Anschlag auf das betreffende Café.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren