Friedensnobelpreis für Trump

Friedensnobelpreis für Trump

Ein Friedensnobelpreis für Trump als Belohnung für seine Erfolge in Nordkorea. Schlagzeilen, die man so nicht lesen möchte.

Keine Erfolge in Nordkorea

In dieser Woche hat mich die Verhandlungen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un immer wieder beschäftigt. Das Ergebnis ihres zweiten Treffens steht nun fest. Allerdings weiß ich nicht, ob ich darüber freuen soll oder nicht.

Aber der Reihe nach. Immer wieder verfolgte mich in den letzten Tagen die Vorstellung, Donald Trump für am Ende für seinen Bemühung um Nordkorea den Friedensnobelpreis erhalten. Möglicherweise auch noch zusammen mit Kim Jong-un. Vorschnell sollte hier niemand „absurd“ rufen. Ein Blick auf die Liste der bisherige Friedensnobelpreisträger  ist durchaus lohnenswert. Der US-Präsident vor Trump, Barack Obama, hat zum Beispiel auch den Friedensnobelpreis bekommen. Obwohl auch in seiner Amtszeit Guantanamo weiterhin bestehen blieb und obwohl das Abhören und Ausspähen von Freunden (NSA-Affäre) zu seiner Zeit erfolgte.

Auf der Liste der Preisträger steht im Übrigen auch Kim Dae-jung, ein südkoreanischer Politiker, der den Friedensnobelpreis „für seine Beiträge zur Verständigung Südkoreas mit Nordkorea“ erhaltet hat. So gesehen ist das gar nicht so unwahrscheinlich, dass Trump bei einem nachweisbaren Erfolg auf jeden Fall Anwärter für den Preis werden würde.

Hoffen auf den Friedensnobelpreis
Hoffen auf den Friedensnobelpreis

Ergebnislos ohne Friedensnobelpreis

Die Verhandlungen gestern zwischen Trump und Kim Jong-un in Vietnam liefen dann dem Vernehmen nach nicht so wie erhofft. Der US-Präsident konnte und wollte keinen Deal abschließen. Warum, darüber gibt es zwei Versionen. Glaubt man Trump, dann wollten die Nordkoreaner das sofortige Ende aller Sanktionen im Austausch gegen die Zerstörung der Atomanlage in Yongbyon. Egal wie man zu Trump steht, das ist in der Tat etwas wenig. Besonders, wenn man bereits über ausreichend Atomwaffen verfügt.

Laut den Nordkoreaner hätte sie aber lediglich die Beendigung einiger Sanktionen gefordert. Wie dem auch sei, das Land steht mit dem Rücken zur Wand. Mittelfristig wird es kollabieren. Armut und Hunger, die Wirtschaftsleistung geht gegen Null. Nur mit Gewalt kann sie die Führungsriege man der Macht halten.

Für Nordkorea sieht die Zukunft düster aus. Im Prinzip gibt es nur zwei Optionen. Entweder ein Friedensprozess und eine Annäherung an Südkorea. Oder aber ein Krieg mit ungewissen Ausgang.

Das Thema Nordkorea beschäftigt mich persönlich immer wieder. Es bedrückend, wie es den Menschen in dem Land ergeht. Eine Annäherung an Südkorea, so viele Probleme dies auch in sich birgt, wäre Wünschenswert. Wer diese bewerkstelligt, hätte tatsächlich einen Friedensnobelpreis verdient. Nur Donald Trump sollte nicht derjenige sein, denn eine solche Auszeichnung wäre ein fatales Signal für ihn, zugleich auch die Garantie einer weiteren Amtszeit.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren