Rezensionsbedarf richtig decken

Rezensionsbedarf richtig decken

Für Brettspiele stellt sich immer wieder die Frage, wie sie ihren Rezensionsbedarf richtig decken können. Zumindest dann, wenn sie nicht jedes Spiel kaufen wollen.

Statt selber kaufen

Über Rezensionen zu Brettspielen habe ich mir das eine oder andere Mal hier im Blog meine Gedanken gemacht. Auch über den Typus „Unmotivierte Rezension“. Zudem meine ich, mich auch über die Neutralität von bestimmten Rezension geäußert zu haben. Machen wir uns als Brettspieler nichts vor. Es gibt angesichts der Menge jährlicher Neuerscheinungen nur zwei drei Möglichkeiten. Man lebt einfach hinter dem Mond uns ist glücklich mit den Spielen, die man besitzt (trifft auf die wenigsten Vielspieler zu). Als Krösus (tschuldigung, heisst der Merz-Begriff ist dafür „Angehöriger der Mittelschicht“) kauft man sich einfach alle Spiele und hat auch entsprechend Zeit, diese selber zu spielen. Oder aber man trifft, wie ich und der Rest der zum Fußvolk gehört, eine Auswahl. An dieser Stelle kommt dann der Rezensionsbedarf ins Spiel. Sicher kann man Entscheidungen aus dem Bauch heraus treffen. Das erhöht aber die Gefahr, auch mal daneben zu greifen. Genau so ist mir das mir immer mal wieder in Essen passiert. Ein absoluter Glücksgriff ist selten, gab es aber mit etwa „Neue Heimat“ von Chili Spiele schon mal — dazu später mehr.

Rezensionsbedarf auf dem Sofa
Rezensionsbedarf auf dem Sofa

Gründe für den Rezensionsbedarf

Allein wenn ich mir selber meine Casting Liste  ansehe, erklärt sich daraus mein persönlicher Rezensionsbedarf. Das was alles auf der Liste steht, kann ich unmöglich selber kaufen. Dabei ist das bereits eine Auswahl, getroffen anhand von Vorankündigungen und Vorbesprechungen. Hier kann ich selber aber nur eine erste Einschätzung vornehmen. Die Sterne sind eine Orientierung, damit kann ich jedoch immer noch falsch liegen. Ganz einfach deshalb, weil die meisten Titel auf der Liste eben nicht dort hin gelangt sind auf Grund einer zuverlässigen Rezension.
Es mag für andere vielleicht etwas nach 90er Jahre klingen, aber um meinen Rezensionsbedarf zu decken, gibt es zwei Quellen, die mir mehr Zuverlässigkeit versprechen. Zu einem hall9000.de und zum andere die spielbox. Die neusten Ausgabe habe ich mir heute Nacht auf dem iPad gekauft — ich war mal wieder schlaflos unterwegs.
Interessant und erwähnenswert finde ich in dieser Ausgabe das Porträt über Hunter & Cron. „Jäger und Sammler“ in der Spielbox, sozusagen ein Treffen des alten Leitmediums mit dem neuen. Das Hunter & Cron mit rund 30.000 Abonnenten Einfluss auf die Brettspielszene haben, kann man nicht leugnen. Wobei es schon witzig ist, wenn man die Zahlen mit etwa BibisBeautyPalace und seinen 5.479.557 Abonnenten vergleicht. Selbst „Marktführer“ bei Brettspielen, Tom Vassel sieht mit seinen 204.365 Abonnenten dagegen winzig aus.

Neue Heimat

Was meiner Wahrnehmung etwas zu wider läuft, ist die Aussage in der spielbox in Bezug auf Hunter & Cron bezüglich ihrer Leistung „…echte Kritik in weniger als vier Minuten zu packen. Damit unterscheiden sie sich mit ihrem ersten Beitrag schon deutlich von der Konkurrenz, die damals mindestens die doppelte Zeit benötigte.“ Die letzten Rezensionen, die mir in Erinnerung sind, hatten einen Umfang von einer Stunde. Für mich ist das ermüdend und geht an meinem Rezensionsbedarf vorbei. Da schätzte ich dann den bereits erwähnten Tom Vassel, der schnell auf den Punkt kommt.
Noch kurz zum Spiel „Neue Heimat“, den das wird auch in der spielbox erwähnt. Das Spiel aus dem Jahr 2007 bekommt eine Neuauflage bei Capstone Games. Der neuen Spielschachtel fehlt aber etwas der Charme der Erstauflage.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren