Schummeln beim spielen

Schummeln beim spielen

Zu Brettspielen gehört auch immer die dunkle Seite der Mitspieler am Tisch. Manche wollen unbedingt gewinnen und nehmen auch schummeln in kauf.

Spaß bring keine Siegpunkte

Vermutlich habe ich das an der einen oder anderen Stelle hier im Blog schon gesagt. Ich persönlich zähle mich überwiegend zu den aus dem Bauch Spielern. Langes grübeln stört für mich eher den Spielfluss, es kommt auf den Spaß am Tisch an. Zum Leidwesen andere unterhalte ich mich auch eher am Tisch als das ich gegenseitiges konzentriertes Anschweigen mag. Natürlich spiele ich auch mit Gewinnabsicht. Aber es ist nichts, dem ich alles andere unterordnen würde. Wie gesagt, ich habe das alles schon mal erwähnt.
Allerdings ist es so, dass Spaß alleine keine Siegpunkte bringt. Die müssen schon irgendwo anders herkommen. Am einfachsten für alle am Spieltisch ist es, wenn ein kooperatives gespielt wird. Alles ziehen am gleichen Strang und sind in der Regel gemeinsam bemüht. Gut, da wäre dann noch die Sache mit dem Alphaspieler, aber das ist dann wieder ein ganz anderes Thema.
Spielt man gegeneinander, kann man nur gewinnen, wenn andere verlieren. Jeder geht damit anders um, manche Mitspieler legen sogar die Spielregeln zu ihren Gunsten aus. Anders und drastischer gesagt, es gibt auch welche, die schummeln.

Wenn Mitspieler schummeln
Wenn Mitspieler schummeln

Sieger durch Schummeln

Betrug im Spiel kennen wir zu Genügen in mannigfaltiger Form aus dem Sport. Bei Brettspielen würde ich nicht unbedingt von Betrug sprechen, sondern die sanftere Form „schummeln“ verwenden. Ok ist beides nicht. Es geht in beiden fällen darum, sich regelwidrig einen Vorteil zu verschaffen in der Annahme, damit zu gewinnen. Selbstverständlich gibt es auch Fälle, wo so was unwissentlich passiert, weil man eine Regel übersehen oder falsch verstanden hat. So was passiert häufiger beim spielen. Jeder von uns geht damit anders um.
Mich selber ordne ich in die Kategorie „verliert lieber, als das er schummelt“ einordnen. Mit anderen Worten, wenn ich merke, dass ich einen Fehler gemacht habe, korrigiere ich ihn. Auch wenn mich das den Sieg kosten würde. Lieber anständig verlieren als auf diese Weise zu gewinnen. Ein Sieg, der durch schummeln zu Stande gekommen ist, schmeckt mir nicht. Natürlich muss das jeder für sich selber entscheiden, gerade wenn man nicht erwischt wird und mit seiner persönlichen Auslegung beziehungsweise Verbiegung der Spielregeln durchkommt. Wehe aber, man wird beim schummeln erwischt. Zum Glück hatte ich in den letzten Jahren solche Moment nicht am Spieltisch. Ehrlich gesagt braucht ich so was auch nicht, es erzeugt nur Konflikte — die vermeide ich dann lieber.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren