Bilanz im November

Bilanz im November

Der November ist gerade erst ein paar Stunden alt. Dennoch ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Es sieht richtig gut aus für Gloomhaven.

Spiel des Lebens

In meiner Kindheit gehört „Spiel des Lebens“ von MB quasi zur Grundausstattung. Mit dem Spiel verbinde ich eine Reihe von Erinnerung. Für die erste davon schäme ich mich sogar ein wenig. Meine Eltern hatte geplant, mir das Spiel zu Weihnachten zu schenken und kauften es reichlich vorzeitig. Neugierig wie ich immer schon war, suchte ich auch in diesem Jahr nach den Geschenken, bevor überhaupt ein Weihnachtsbaum in der Wohnung stand. Es war das Erste und einzige Mal, wo ich tatsächlich auch fündig wurde. Nicht sehr gut versteckt lag das Spiel in einem Koffer auf dem Schlafzimmerschrank meiner Eltern. Den holten ein Freund ich und ich gemeinsam herunter, dann packten wir das Spiel aus und spielten es. Anschließend wanderte es wieder sorgfältig verpackt in den Koffer. Mein Glück war, dass die Spieleschachteln damals noch nicht in Folie verschweißt waren. Allerdings weiß ich nicht, ob meine Eltern trotzdem was merkten. Gesagt haben sie jedenfalls nie etwas dazu.
Abgesehen davon ist das „Spiel des Lebens“ zwar ganz lustig, aber im Prinzip ziemlich Trash. Auf der Suche nach einem richtigen Brettspiel des Lebens war ich seitdem dennoch, auch wenn meine Vorstellung davon deutlich anders aussah. Es sollte ein Spiel mit hohem Wiederspielreiz sein, quasi ein Spiel der Spiele. Eine ganze Zeit lang waren das Rollenspiele für mich, allem voran Midgard.

Gute Bilanz für Gloomhaven
Gute Bilanz für Gloomhaven

Zwischenfazit statt Bilanz

Die Bilanz nach vielen Jahren sah er nüchtern aus. Spiele kamen und blieben im Regal, aber das eine Spiel, den heilige Gral fand ich nicht. Vermutlich gibt es ihn auch nicht wirklich. Nach nunmehr 50 Parteien Gloomhaven kann ich aber statt einer Bilanz ein Zwischenfazit ziehen. Das Spiel kommt verdammt nach an ein Spiel der Spiele heran. Ob der Wiederspielreiz tatsächlich vorhanden ist, interessiert hier nur am Rande. Wenn meine Frau und ich irgendwann das Ende der Kampagne erreicht haben, dann blicken wir vermutlich auf eine Stolze Anzahl an gespielter Partien zurück.
So gesehen kann ich eigentlich jetzt schon eine Bilanz ziehen aus den letzten Jahren. Seit August 2016 erfasse ich alle gespielten Spiele. Insgesamt bisher 818 Partien. Gloomhaven nimmt dabei den Spitzenplatz ein, gefolgt von Andor und Codenames. Erst mit Abstand folgen dann weitere Spiele. Jedes neue Spiel wird sich künftig am Schwellwert 50 messen müssen und der Frage, wie oft es tatsächlich auf den Spieltisch kommen wird. Spiele sind mittlerweile einfach zu teuer, als das man sie nur fünf bis zehn Mal auf den Tisch bringt, bevor sie vollständig in Vergessenheit geraten und im Regal verstauben. Es lohnt sich auch nicht, sie wieder zu verkaufen. Besser man kauft sie dann erst gar nicht.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren