Tsatsiki oder Tzatziki

Tsatsiki oder Tzatziki

Der Sommer läuft zu Hochform auf. Selbst wer zu Hause bleibt, möchte sich ein Stück Urlaub auf den eigenen Balkon holen. Etwa mit original griechischem Tsatsiki.

Unterschiedliche Schreibweisen

Die meisten deutschen werden bei einer Suche im Internet als Stichwort Tzatziki. Selbst Google schlägt das vor, auch wenn laut Wikipedia die Schreibweise mit s, also Tsatsiki korrekt wäre. Und dann gibt es dann noch Formen, wo tatsächlich von Zaziki gesprochen wird. Weil das alles noch nicht genug ist, streiten sich auch noch die Griechen und Türken darum, wer es eigentlich erfunden hat und ob es entsprechend Tsasik oder Cacik heissen müsse.
Ebenso umstritten wie die Schreibweise und Herkunft sind die Herstellung Zutaten für gutes Tsatsiki. Schaut man etwa bei Chefkoch, findet man eine ganze Reihe von Rezepten. Viele behaupten natürlich, das Original zu sein. Zumindest eine erfreuliche Gemeinsamkeit haben sie: allesamt schmecken besser als das fertige Zeug, was man im Supermarkt kaufen kann. Zum Teil sind da sehr dubiose Inhaltsstoffe drin. Unverschämt teuer ist es dann auch noch.
Eigentlich gibt es gar keinen Grund, fertiges Tsatsiki zu kaufen. Der Aufwand bei der Zubereitung ist minimal, man kann selber bestimmen was drin. Noch viel besser jedoch ist die Menge. Staat einer winzigen Portion kann man sich zum halben Preis eine ganze Schüssel davon machen.

Tsatsiki weckt  Urlaubsträume
Mariamichelle / Pixabay

Tsatsiki aus Nippes

Natürlich kann ich nicht behaupten, in irgendeinem Gewölbe in Köln ein längst verschollenes Rezept gefunden zu haben. Ein Rezept welches ganz zufälligerweise das einzige Original ist, mit dem man Tsatsiki so machen kann, wie es schon zu Zeiten von Tsatsiki (nicht der gelbe von den Simpsons) hergestellt wurde.
Hier im Kölner Norden, in Nippes, leben Menschen aus unterschiedliche Kulturen zusammen. So ist dann meine Version von Tsatsiki sicher nicht das Original, möglicherweise aber eine Art „best of“.

Tsatsiki aus Nippes

Zutaten
250 g Speisequark (40% Fett
200 g Crème fraîche
1 Salatgurke
4 Zehen Knoblauch
Salz
Pfeffer

Zubereitung
Die Gurke gründlich waschen und mit Schale grob reiben. Anschließend gut salzen und etwa 10 Minuten durchziehen lassen. Dann gut mit den Händen auspressen.
Quark und Crème fraîche mit der Gurke vermischen, Knoblauchzehen dazu pressen. Zum Schluss mit Pfeffer abschmecken. Im Kühlschrank für rund eine Stunde kühlen lassen.

Aus meiner Kindheit und Jugend kenne ich Tsatsiki, welches redlich aus Quark hergestellt wurde. Neuere Rezepte verwenden griechischen Joghurt. Meine Variante basiert hier auf Quark, verfeinert mit Crème fraîche. Wobei das Milchprodukt hier wirklich nicht entscheidend ist. Wirklich den Ausschlag gibt hier das salzen und auspressen der Gurke. Durch den Wasserentzug wird das Tsatsiki schön fest.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren