Sammeln mit Paprika

Sammeln mit Paprika

Einer Redensart zu folge hält Essen Leib und Seele zusammen. Bei mir kommt noch das Kochen als wichtiger Bestandteil meines Lebens hinzu. Und Paprika, denn ein Leben dürfte schwierig werden.

Paprika ist mehr als Gemüse

Um direkt mit einem Missverständnis aufzuräumen: Mit Paprika meine ich nicht das Nachtschattengewächse, welches als Gemüse oder Gewürz in der Küche einen festen Platz hat. Sondern ein Programm für diverse Betriebssysteme, über welches ich zum ersten Mal vor über drei Jahren geschrieben habe. Damals ging es um den Wechsel von Evernote zu Paprika, um dort die Rezepte besser und schöner verwalten zu können. In dem alten Blogeintrag kann man auch nachlesen, welche bisherigen Möglichkeiten zur Verwaltung meiner mittlerweile sehr umfangreichen Rezeptsammlung von mir ausprobiert wurden.
Von allen, und das kann auch nach mehrjährigen Erfahrungen mit Paprika gut beurteilen, ist die App von Hindsight Labs die für mich beste Möglichkeit, meine Rezepte zu verwalten. Und nicht nur das. Ich plane damit auch das, was gekocht wird — gerne über Monate im Voraus. Was zum kochen eingekauft werden muss, lässt sich damit auch erstellen. Theoretisch zumindest, aber dazu später mehr.

Paprika
Nikiko / Pixabay

Intensive Nutzung

Intensive Nutzung einer App führt dazu, dass man sie sich aus dem Alltag nur noch schwer wegdenken kann. Daher auch mein einleitender Hinweis auf Paprika. Ohne wäre es nicht nur deutlich schwieriger, meine Rezepte zu verwalten, sondern auch das gesamte Konzept der Menüplanung im Voraus wäre nicht mehr möglich. Mit der Zeit wird man (vermutlich hauptsächlich ich) nervös. Was, wenn es die App plötzlich nicht mehr gibt? Klar kann man die Software so lange weiter nutzen, bis sie irgendwann auf dem aktuellen Betriebssystem nicht mehr läuft.
Der Clou an Paprika ist jedoch die kostenlose platformübergreifende Synchronisierung der Rezepte. Für mich war es damals keine Frage, ob ich mir die iOS-Versionen (jeweils getrennt für iPad und iPhone) kaufen werden. Bequem auf dem Sofa durch die Rezepte blättern ist klasse, unterwegs jederzeit auf die Rezepte zugreifen zu können, enorm praktisch. Besonders dann, wenn man einkauft und eine Zutat für das ins Auge gefasste Rezept nicht vorhanden ist im Regal.

 

Paprika Rasteransicht
Paprika Rasteransicht

Ende der Wartezeit

Seit gestern hat das Bangen und Warten ein Ende. Die Version 3 von Paprika ist erschienen und kann bis Ende des Monats zu einem reduzierten Preis erworben werden. Ein Update von der bisherigen Version gibt es nicht, man muss die App komplett neu kaufen. Bei einem Preis von 16,99 € für die Mac-Version und 3,99 € für die iOS-Version (diesmal ist es eine Universal App) war das ein Sofortkauf. Natürlich gab es sofort wieder die ersten kritischen Stimmen, die sich über den kompletten Neukauf beschwerten. Aber hey, der gesamte Sync-Service ist kostenlos. Und vor irgendwas muss der Programmierer auch leben.
Viel spannende als die Preisdiskussion (die für mich auch schnell erledigt war) ist das, was es mit Version 3 an Neuerungen gibt. Es sind eine ganze Reihe. Gerda drüben bei Facebook hat das auf Deutsch aufgezählt:

  • Mehrere Fotos können in jedem Rezept angelegt werden
  • Fotos können in der Rubrik Zubereitung eingefügt werden
  • Zeichenformatierung in Fett- und Kursivschrift
  • Mengenangaben bei den Zutaten in US-Standard und metrisch
  • Suche auch in Zubereitung und Notizen möglich
  • Synchronisierung erfolgt auch bei gepinnten Rezepten
  • Gelöschte Rezepte kommen erst in einen Papierkorb, so dass man wieder Zugriff auf versehentlich gelöschte Rezepte erhalten kann
  • Die Einkaufsliste wurde komplett überarbeitet. Z.B. können Inhalte aus der Einkaufsliste wieder verwendet werden
  • Der Mahlzeitenplaner wurde komplett überarbeitet</li

Mein persönliches Highlight ist die neue Rasteransicht mit den Rezeptfotos. Das macht Lust und Hunger beim stöbern. Zudem motiviert es mich, von nachgekochten Rezepten eigene Fotos zu machen

Einkaufsliste und Vorratskammer

Wie versprochen komme ich zum Ende hin noch mal auf Einkaufsliste und Vorratskammer zurück. Die sind in Version 3 von Paprika deutlich überarbeitet worden. Endlich kann man die Kategorien selber anpassen. Auch bei der deutschen Übersetzung hat sich was getan. Für den Einkaufszettel von meiner Frau und mir wäre es fast die perfekte Lösung. Das sie das leider nicht ist, liegt an zwei Dingen.
Die Druckausgabe des Einkaufszettels ist unpraktisch. Ich für meinen Teil bevorzuge ein zweispaltiges Layout, auch um Platz zu sparen. Eine Kleinigkeit, die sich sicher lösen ließe. Das größere Problem ist aber, dass es bei der Synchronisierung nur die mit einem Account gibt. Hier wäre es toll, wenn mehrere Accounts Zugriff auf eine gemeinsame Einkaufsliste hätten. Oder diese durch andere Apps gefüllt werden könnte. Man kann zwar in Paprika jetzt mehre Einkaufsliste erstellen, die leider aber nicht gemeinsam anzeigen oder ausdrucken. Etwas verschlechtert hat sich das Löschen von Zutaten auf der Liste von einem Rezept. Das liegt vermutlich an der neuen Option, verschieden Einkaufslisten zu erstellen.

Fazit

Nicht nachdenken, sofort kaufen — am besten bevor die Rabatt-Aktion im November zu Ende geht. Ich für meinen Teil bin nach wie vor sehr zufrieden. Kleiner Tipp am Rande für die Besitzer der bisherigen Version: Der Sync der Rezepte funktioniert auch bei großen Sammlungen tadellos. Allerdings sollte man auf jeden Fall in der alten App die Einkaufsliste vollständig bereinigt haben. Bedingt durch die Umstellung bleibt andernfalls im Bereich Lebensmittel eine Liste (basierend auf dem Rezept) in der Anzeige, auch wenn man alle Zutaten eingekauft oder gelöscht hat.

Paprika Recipe Manager 3
Paprika Recipe Manager 3
Entwickler: Hindsight Labs LLC
Preis: 32,99 €

2 Replies to “Sammeln mit Paprika”

  1. Merkwürdig. Ich hab zur Zeit Probleme damit, die Wochenübersicht auszudrucken. Von A4 wird immer auf ein obskures Format gewechselt, was dem Drucker nicht schmeckt.

Kommentar verfassen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren