Siedler von Catan

Siedler von Catan

Von den wenige Spiele in meiner Sammlung, die mich über einen langen Zeitraum immer wieder beschäftigen, ist Siedler von Catan sicher das auffälligste.

Der Heilige Gral

Als das Spiel 1995 erschien, wirkte es auf mich ungefähr so wie er Heilige Gral. In meiner damaligen Spielerunde wurde es sehr häufig und auch gerne gespielt. Wie das ganze weiter ging, kann man hier im Blog nachlesen. Das Spiel ist häufiger von mir erwähnt worden, entweder im Vergleich zu Civilization oder aber weil ich über das eigenständige Kartenspiel geschrieben habe — und da auch noch mehrmals.
Zugegeben, in den letzten drei Jahren ist es für mich spieltechnisch ruhig geworden um die Siedler von Catan (und es heisst jetzt ja auch eigentlich Catan — Das Brettspiel). Hauptsächlich aus drei Gründe. Wir haben eine ganze Menge mehr Spiele im Regal stehen, für einige Mitspieler hat Catan möglicherweise einen etwas angestaubt Beigeschmack (wobei ich einfach mal fragen sollte). Vor allem aber: Siedler von Catan als Brettspiel lässt sich zu zweit nicht spielen.

Siedler von Catan
Catan Universe

Siedler von Catan zu zweit

Das Basisspiel so wie die Seefahrererweiterung als auch Ritter und Städte sind erst mit drei Spielern spielbar. Wobei die Spielerzahl selber auf drei bis vier ausgelegt ist, möchte man es zu fünft oder sechst spielen, benötigt man eine entsprechende Erweiterung. Nach Ritter und Städte erscheinen noch Händler und Barbaren so wie Entdecker und Piraten — Erweiterungen, die sich nicht in unserem Besitz befinden. Um Siedler von Catan zu zweit spiele zu können, gibt es Regelmodifikationen in der Erweiterung Händler und Barbaren. Hört sich im Prinzip gut an, ist es aber wohl nicht.
Regeländerungen, die daraus hinauslaufen, dass man Dummy-Spieler verwendet, finde ich persönlich ziemlich bescheuert. Es ist nämlich nur eine Notlösung. Die Essenz bei Catan ist das Handeln — läuft im Übrigen sehr zivilisiert ab im Vergleich zu Civilization. Statt Notlösung gibt es allerdings seit längerem eine völlig andere Möglichkeit, Siedler von Catan zu spielen, wenn einem die Mitspieler vor Ort fehlen.

 

Catan Classic

Catan elektronisch

Für diverse Plattformen stand Catan als App zur Verfügung. Auf dem iPad habe ich die gesamte Kampagne und die der Erweiterungen durchgespielt. Gegen meinen Bruder gab es zudem mehrere Onlinepartien. Trotzdem verließ mich dann die Lust auf einen weiteren Besuch auf Catan. Wie gesagt, wir haben eine Menge anderer Spiele. Und dennoch bin ich gestern gerne wieder zurück gekehrt. Seit gestern gibt es nämlich für Android und iOS den Client für Catan Universe. Wie sich das ganze spielt, kann ich in so kurzer Zeit noch nicht sagen. Aber grafisch hat man enorm poliert. Man bekommt das Gefühl, an einem Spieltisch zu sitzen.
Prinzipiell ist der Einstieg in Catan mit der neuen App erstmal kostenlos, danach müssen Erweiterungspacks gekauft werden. Oder aber man hat in der alten Version, die jetzt Catan Classic heisst, bereits alle Erweiterungen gekauft. Dann lassen diese sich problemlos kostenlos freischalten. Man muss lediglich in der neuen und in der alten App einen Account anlegen. Ehrlich, dass ist nicht nur fair, sondern enorm großzügig von den Entwicklern.

Ersteindruck

Von Catan Universe bin ich erstmal beeindruckt. Und ehrlich, ich mag es auch, mir einen eigene Avatar anlegen zu können. Das Spiel selber ist durchaus bekannt, wobei die erste Partei gegen zwei Computergegner nicht gut aussieht für mich. Ob ich die Muse habe, Chana auf der App wieder intensiver zu spielen, kann ich schwer abschätzen. Zumindest weckt es aber wieder das Bedürfnis, das Brettspiel mit echten Menschen am Spieltisch zu spielen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren