Ende einer Staffel

Ende einer Staffel

Was bin ich froh, dass endlich die siebte Staffel von Game of Thrones zu Ende ist. Diesmal war es wirklich unerträglich.

Staffel mit Lauf

Ob einem die einzelnen Folgen der siebten Staffel von Game of Thrones gefällt oder nicht, dürfte auch Geschmacksache sein. Wie beim kochen kann man es nie allen recht machen. Dazu aber später noch ein paar weitere, nicht ganz spoilerfreie Gedanken. Zuerst aber zu dem, was für mich die siebte Stafel unerträglich machte. Es war das Warten auf die jeweils neue Folge. Dabei kann ich durchaus warten. Im Regelfall bin ich ein geduldiger Mensch. Und früher, bei den tschechischen Kinderserien, musste ich auch immer auf die nächste Folge warten. Aber nicht nur ich, sondern alle anderen ebenfalls. Das war der große Vorteil am Fernsehen damals™ — so was wie Spoiler waren noch unbekannt, es sei denn man ging als letzter seiner Klasse in Star Wars: Das Imperium schlägt zurück.
Im Jahr 2017 sieht das alles etwas anders aus. Zum einen deshalb, weil es nicht mehr diesen einen, festen Termin gibt, an dem alle die nächste Folge zu sehen bekommen. Die Sendezeiten sind ganz unterschiedliche. Je nach dem, ob man direkt das Original bei HBO sieht, Sky-Kunde ist oder wie meine Frau und ich eine iTunes Staffelpass hat.

Warten auf Staffel 8
Nikiko / Pixabay

Zweitägige Durststrecke

Von Sonntag bis Dienstag abends geht jeweils unsere Durstrecke. Beziehungsweise es ist keine Durststrecke, sondern der immer wieder verzweifelte Versuch, der Hofberichterstattung aus dem Weg zu gehen. Bei mir gibt es das Grundbedürfnis, die Stafel selber zu sehen. Genießen kann ich die jeweilige Folge nur, wenn ich nichts vorab erfahre. Das zu vermeiden, ist wie ein Dauerlauf durch ein Mienenfeld. Dieses Jahr war es meiner Meinung nach besonders schlimm. Bei Facebook und Twitter tauschten sich bereits die ersten Fans über die neue Folge aus, als der Dienstag Abend für mich noch lange hin war. Nachrichtenportale brachten eine Zusammenfassung oder Rückschau der Folge. Selbst Portale, die ansonsten nur über Computerspiele schreiben, sahen sich in der Pflicht, etwas zu Game of Thrones zu bringen. Besonders negativ ist mit IGN Deutschland aufgefallen. Dort verriet man schon in der Überschrift Überraschungen. Nett ist das nicht, auch nicht besonders stark.
Die Serie selber ist zu einem internationalen Phänomen geworden, was wohl niemand wirklich bestreiten wird. Das eine neue Staffel auch einen Hype auslöst, hängt dann wohl auch damit zusammen. Trotzdem kann man auch mal einfach etwas Rücksicht nehmen auf diejenigen, die noch nicht so weit sind mit der neusten Folge.

Handlung ohne Buch

Insofern freue ich mich jetzt über das Ende der siebten Staffel. Man läuft jetzt in den nächsten Monaten nicht mehr Gefahr, etwas zu erfahren was man noch gar nicht wissen möchte. Es werden aber voraussichtlich eine ganze Reihe von Monaten werden. Gerüchten zu Folge könnte es sogar sein, dass die letzte Stafel erst 2019 gezeigt wird. Die Wartezeit hat als wieder begonnen. Warum das möglicherweise wirklich so lange dauern wird, hängt unter anderem mit der Filmvorlage zusammen. Selbst für die siebte Staffel gab es noch kein Buch, weil George R. R. Martin (Autor des Epos „Das Lied von Eis und Feuer“ noch nicht fertig ist. Die beiden Drehbuchautoren schreiben entsprechend ohne Netz und doppelten Boden. Schlimm finde ich das persönlich nicht, da es meiner Meinung nach um eine gut erzählte Geschichte geht. Und das ist Game of Thrones nach wie vor, trotz der vielleicht nicht ganz so starken siebten Stafel.
Wie die das Finale aussehen wird, kann man sich recht gut ausmalen. Ob es dann so kommen wird, ist eine andere Sache. Es riecht auf jeden Fall ziemlich nach einer großen Schlacht der Lebenden gegen die Toten. Apropos Tote. Die Abgänge hielten sich in der siebten Stafel in Grenzen, insbesondere bei den prominenteren Figuren. Aber es gab auch eine gestern Abend, bei dem meine Frau und ich begeistert auf dem Sofa herumhüpften. Selten das man sich so über den Tod einer Figur freut.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren