Star Wars Rebellion

Star Wars Rebellion

Star Wars gehört, nein ist ein fester Bestandteil meiner Kindheit und Jugend. Die erste Begegnung mit der Macht einer gut erzählten Heldenreise hatte ich mit dem sechsten Teil der Saga „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“. Ich war sofort infiziert. Natürlich kaufte ich mir das Panini-Sammelalbum zum Film und war eines der wenigen seiner Art, die komplett voll bekam.

Auch bei den Action-Figuren von Kenner wurde ich schwach. Meine erste Figur war ein Ewok, der sogar sein eigenes Kettchen bekam — man muss so was nicht verstehen. Weitere Figuren folgten. Zusammen mit einem damaligen Freund verkaufte ich eine Kiste voller alter Bücher, ein Speermüllfund. Das Geld investierten wir in Figuren. Wobei, investieren ist rückblickend der falsche Begriff. Hätte ich damals gewusst, was die original verpackte Figur von Darth Vader heute wert ist — nun ja, wahrscheinlich wäre sie dennoch ausgepackt und zum spielen benutzt worden.

Das Imperium im Anmarsch
Das Imperium im Anmarsch

Richtig los gekommen bin ich von Star Wars nie, zum Glück. Aber ich gehöre meiner Selbsteinschätzung zu Folge zu den gemäßigten Fans. So besitze ich zum Beispiel keine Lego Star Wars Modelle, keine Kostüme und Bücher dazu habe ich auch keine gelesen oder gekauft. Aber Spiele. Wie die Lego-Umsetzung, „Knights of the Old Republic“ für die X-Box oder das X-Wing Miniaturen Spiel. Und es gibt noch eine Neuerwerbung aus der vergangenen Woche, das Brettspiel „Star Wars Rebellion“. Die Entscheidung, sich das Spiel zu kaufen, brauchte etwas, wie ich bereits kurz erwähnte. Bei Lizenz-Spielen bin ich immer skeptisch, ob sie wirklich funktionieren oder nur ein billiger Abklatsch sind. Star Wars Monopoly, Star Wars Risiko oder auch Star Wars Catan sind absolute Tabus bei uns zu Hause.

Nach einigen Video-Reviews und überfliegen der Anleitung stand jedoch die Entscheidung fest. Das Spiel musste her, zumal es in seiner epischen Dimension versprach, X-Wing zu ergänzen. Zudem vertraue ich mittlerweile auch Fantasy Flight Games als Hersteller.

Nach vier Partien, zwei davon auf der Seite des Imperiums und zwei als Rebell kann ich schon ein erstes Fazit ziehen. Das Spiel lohnt sich, es ist ein gutes und spannendes Spiel für zwei Spieler. Man muss das Setting mögen, sich auf die auf Spieldauer von rund drei bis vier Stunden einlassen – und auf den asymmetrischen Mechanismus. Das Imperium ist übermächtig, die Rebellen hoffnungslos unterlegen. Sie verstecken sich irgendwo in der Galaxis, während das Imperium jede Runde Suchdroiden ausschwärmen lässt.

Die Miniaturen sind klasse, die Missionen mit an die Filme angelehnten Grafiken stimmungsvoll. Beiden Seiten spielen sich komplett anders und erfordern ihre eigene Strategie. Als Rebell muss man sich aufs bluffen verstehen und lebt in der ständigen Angst, entdeckt zu werden. Das Imperium bringt seine Kriegsmaschinerie in Gang, baut Supersternenzerstörer und vielleicht sogar einen zweiten Todesstern. Als Rebell einen zu zerstören, fühlt sich genau so großartig an wie im Film. Ich habe jede Minuten beim spielen genossen, es gibt keine Längen. Die Zeit vergeht wirklich wie im Flug.

Während die Eindrücke der letzten Partei von gestern noch nach, gab es heuten den zweiten Trailer zu Rouge One, dem irgendwie dazwischen Teil (Episode V und VI). Da ist es wieder, dieses Gänsehautgefühl. Eigentlich hat es die Teile I bis III nie gegeben, oder?

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren