Ruhepunkte

Ruhepunkte

Auch wenn ich Gott sei dank evangelisch getauft worden bin, gibt es doch etwas, worum ich das andere Lager etwas beneide: den Kölner Dom

Wenn wir ehrlich sind, würde der sich als evangelisches Gotteshaus viel besser machen. Aber gut, dass steht auf absehbare Zeit nicht zur Disposition. Als Protestant in einer sehr katholischen Stadt ist nicht ganz so einfach. Man kann sich damit aber typisch kölsch (Et is wie et is) arangieren.

So lange ich keine Messe besuche, werde ich schon nicht der ewigen Verdammnis anheimfallen. Ein Besuch des Kölner Doms ist daher zu normalen Öffnungszeiten nicht als Übertrittserklärung aufzufassen.

Das alles voranzuschicken ist notwendig, damit die Bekundung, ich würde gerne in den Dom gehen, nicht etwa falsch verstanden wird. Und es tatsächlich so, dass ich gerne in den Dom gehe.

Wenn ich morgens am Bahnhof noch Zeit habe, mach ich gerne einen kleinen Abstecher zum Dom. An der Hauptseite rein, einmal durch und an der Bahnhofsseite wieder raus. Die wenigen Minuten im inneren empfinde ich als sehr wohltuend. Ein Ruhepunkt am Anfang des Tages.

Es gibt mir die Gelegenheit, innezuhalten, meinen Kopf zu leeren und gestärkt dem Alltag entgegen zu treten. Mich hinzusetzen und zu beten, auch wenn mir danach manchmal ist, dazu konnte ich mich nicht bewegen. Der Dom hat meinem Empfinden mach dafür einfach die falsche Vorwahl.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren