Sprache und andere Grausamkeiten

Sprache und andere Grausamkeiten

Auf Grund des Bahnstreiks ist natürlich auch heute bei mir im Blog das Thema – auch wenn ich zumindest heute nicht davon betroffen bin, da ich in weiser Voraussicht zu Hause geblieben bin. Wobei das nicht ganz richtig ist. Ich habe die Gelegenheit genutzt, einen lange vor mich hergeschobenen Arztbesuch endlich zu erledigen.

Mit den Ärzten ist es überings wie mit der Bahn. Wenn man trotz Termin drei Stunden im Wartezimmer verbringt, nur um zu erfahren, das im Prinzip alles in Ordnung sei, fragt man sich schon mal, ob auch die Ärzte sich im Bummelstreik befinden oder immer so langsam arbeiten.

Zurück aber zur Bahn. Zu den Grausamkeiten, die Menschen widerfahren, welche sich in Züge des Fernverkehrs begeben, gehört auch das Gestammel, welches nur die bizarre Karikatur einer Durchsage in englischer Sprache ist. Was man dazu zu hören bekommt, grenzt schon an Körperverletzung. Ich warte immer noch auf die Native Speaker, die nach einer Ansage einen Lachanfall bekommen und sich auf tragische Weise zu Tode lachen.

Wobei die Ansage auch was inspirierendes haben. Gemünzt auf den Vorsitzenden der GDL würde aktuell folgender Spruch ganz gut passen:

Schell we streiken?

Falls es noch jemanden interessiert: ich war beim Ohrenarzt – aber das steht nun wirklich nicht im Zusammenhang mit den Durchsagen bei der Bahn.

One Reply to “Sprache und andere Grausamkeiten”

  1. Ich muss Dir recht geben. Einige sollten es lieber sein lassen. Da kannst Du mal sehen, was man als Lokführer alles aushalten muss. Dennoch ist es lustig mit anzuhören. In dieser Firma gibt es ja sonst nichts zu lachen.

    Fakt ist aber, dass die meisten kein Englisch sprechen und die Texte nur ablesen. Mit improvisieren ist da nichts.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren