Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Manche Webseiten lassen selbst dem friedlichsten Menschen keine andere Wahl. Eigene CSS-Regeln sind das Mittel zur Notwehr.

Zivildienst für Style Sheets

Keine Sorge, auch wenn ich hier erst mal ein Ausflug in die Vergangenheit unternehme, komme ich nachher noch auf das Thema CSS zu sprechen. Vor allem drauf, was Style Sheets mit Notwehr zu tun haben. Was das Thema Notwehr an sich angeht, erfolgt die bewusste Konfrontation damit in der Oberstufe. Mit der Schule hatte es nichts zu tun, soweit ich mich erinnern kann, wurde so was wie Notwehr nie thematisiert.

Erspart bliebt mir das trotzdem nicht. Wie fast jeder aus meinem Freundeskreis entschied ich mich gegen den „Dienst“ an der Waffe. Immerhin gab es bereits die Bezeichnung Zivildienstleistender statt Wehrdienstverweigerer. Eine einfache Möglichkeit zum ankreuzen bestand nicht. Man musste eine schriftliche Begründung verfasse, warum man sich gegen den Dienst mit der Waffe entscheidet. Die sogenannte „Verweigerung“. Zum Glück gab es bereits Literatur und vor allem ehrenamtliche Helfer etwa von der evangelischen Kirche, die einem hinsichtlich der Formulierung „Schützenhilfe“ leistet. Man musste nämlich aufpassen und zwar das Töten anderer Menschen an sich ablehnen, aber gleichzeitig auch eine Lücke lassen für Fälle der Notwehr.

Die obligatorische Musterung im Kreiswehrersatzamt blieb einem trotz Verweigerung nicht erspart. Das Alles ist mittlerweile durch die Abschaffung der Wehrpflicht lediglich Geschichte. Kommen wir aber zu den Stylesheets.

Duden erfordert Notwehr

Beruflich habe ich fast täglich mit CSS zu tun. Auch wenn wir mittlerweile in der Agentur auf WordPress und Elementor setzen, gibt es trotzdem noch genügen Situationen, in den CSS zur Ergänzung erforderlich ist. Etwa, weil ein bestimmtes Widget störrisch ist oder ein bestimmter Parameter nicht über die GUI einstellbar ist. Das hält mich in Übung, obwohl ich längst nicht mehr so in der Tiefe drin bin (und drin sein muss) wie früher. Trotzdem verfolge ich die Weiterentwicklung kontinuierlich allein schon aus Interesse mit.

Dennoch ist wohl ein Trend komplett an mir vorbei gegangen: per Browser-Plug-in eine Website durch eigene CSS-Anweisungen zu ergänzen. Selbst beim schreiben hört sich das noch immer völlig absurd an. Wäre ich vom Duden-Verlag nicht in eine Notwehr erforderliche Situation gedränt worden, würde ich auch weiterhin keinen Sinn in so einem Plug-in sehen. Im Hinterkopf hab ich immer die Sicht desjenigen, der die Webseiten für sich und seine Kunden gestaltet.

Für die Rechtschreibkorrektur nutze ich seit einiger Zeit die kostenlose Version von Duden Mentor. Damit verhinderte ich zumindest die gröbsten Ausfälle. Mittlerweile aber ist der Bereich für den Text so klein und die Werbefläche drum herum viel größer geworden. Schließlich will man ja sein Abo verkaufen.

Gestern ging mir das so auf den Senkel, dass ich über die Entwicklertools von Safari kurzerhand die Werbung ausgeblendet habe. Ein paar CSS-Anweisungen reichen da schon aus. Allerdings ist das nicht von Dauern. Lädt man die eine neu, ist alles weg. An dieser Stelle kam dann Cascadea ins Spiel. Für individuelle URLs kann man dauerhaft CSS-Ergänzungen definieren. Mein Mittel zur Notwehr und Grant für eine deutlich aufgeräumtere Webseite bei Duden.

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