Modetrends

Modetrends

Mehrfach in von Schülern bevölkerten Zügen oder Stadtbahnen ist mir ein Trend aufgefallen, der die Kinder und Jugendlichen scheinbar infiziert hat.
Während es bei uns früher an der Schule die Jojo-Phase, Die Schleimi und Zauberwürfel Periode gab, fällt es unbeteiligten Beobachtern schwer, für das neue Phänomen einen Namen zu finden.

Eine Näherungsdefinition wäre wohl zu sagen, es wird das Verhalten von Kindern in der dritten Welt imitiert, die mit Plastikmüll aus unseren gelben Säcken spielen. Zumindest sieht es so aus, wenn vornehmlich Mädchen Plastikschnüre in unterschiedlichen, teilweise giftig wirkenden Farbe zu komischen Gebilden knüpfen. Diese Gebilde lassen sich anscheinend als Schlüsselanhänger verwenden, wenn man das eine Ende mit einem Feuerzeug verschmort. Einen weiteren Zweck konnte ich bisher noch nicht feststellen, aber sie lassen sich auf keinen Fall als Freundschafsbändchen – auch so ein Trend – verwenden.

Wie immer geht es dabei darum, wer das beste und schönste „Ding“ geknüpft hat. Ehrlich gesagt kann ich Schüler, die ihre zeit mit Sammelkartenspielen verbringen, deutlich besser verstehen.

Steuerwurst

Steuerwurst

Mittlerweile hat man sich schon daran gewöhnt, das die Standardreaktion auf Vorschläge von Politikern darin besteht, den Kopf zu schütteln. In besonders seltenen Fälle wird das von einem herzhaften Lachen begleitet. Ich weis nicht, ob es nicht sogar eine Auszeichnung für den oder die dümmsten Vorschläge eines Jahres gibt. Ein Anwärter auf so eine Auszeichnung währe sich der Vorschlag der Grünen-Politikerin Ulrike Höfken, „ungesunde“ Lebensmittel stärker zu besteuern. Also für Pommes und Currywurst demnächst 16 Prozent statt 7 Prozent Mehrwertsteuer zu verlangen.

Vielleicht sollte man in diesem Fall nicht von einer Mehrwertsteuer sondern von einer Bevormundungssteuer sprechen. Sicher, bestimmte Lenkungssteuern wie zum Beispiel die Ökosteuer sind durchaus sinnvoll, aber Lebensmittel unterschiedlich zu besteuern, halte ich führ grundsätzlich falsch. Vor allem stellt sich die Frage, nach welchem Maßstäben die Lebensmittel dann beurteilt werden und ob man vom Finanzamt eine Steuerrückerstattung bekommt, wenn festgestellt wird, das Currywurst vorbeugend gegen Krebs hilft.

Auf der anderen Seite wird so der Einkauf im Supermarkt einfacher. Lebensmittel, auf denen ein „nur 7 Prozent Steuer“ Aufkleber angebracht sind, gelten damit also als gesund. Wenn ich nur solche kaufe und mich davon ernähre, kann ich nichts falsch machen. Stellt sich dann heraus, dass der siebenprozentige Reis bei mir zu einem ernährungsbedingten Krankheit geführt hat, kann ich auch noch den Staat verklangen. Schließlich ist er seiner Fürsorgepflicht nicht nachgekommen und hat für den Reis 16 Prozent Mehrwertsteuer verlangt.

Freie Ideen

Freie Ideen

Seit ein paar Tagen spuckt mir schon eine Idee im Kopf herum. Ich war mir bisher einfach nicht sicher, was ich mit ihr anfangen sollte – ob sie sich eventuell sogar umsetzten läst. Nach längerer Überlegung stand nur für mich fest, dass ich sie auf keinen Fall jemanden in der Firma erzählen wollte und will. Würde sie wirklich umgesetzt werden von der Firma, würde sich wahrscheinlich später keiner mehr daran erinnern, wer diese Idee gehabt hat.

Mittlerweile denke ich, es ist das beste, wenn ich die Idee einfach hier an dieser Stelle in freier Wildbahn aussetzte und beobachte, ob sie eine Überlebenschance hat und wie sie sich dann entwickelt.

Auslösend für die Idee war ein sehr merkwürdigen Traum, in den ich – aus welchem Grund auch immer – Hausarzt war, der zufällig an einem Ort vorbeikam, an dem gerade ein Unfall passiert war. Eine Frau war ein Treppe runter gestürzt und hatte eine komplizierte Fraktur an der Wirbelsäule. Ich als Hausarzt war damit völlig überfordert. Glücklicherweise bin ich an der Stelle dann aufgewacht. Noch im Halbschlaf lies ich mir die „erlebte“ Situation noch mal durch den Kopf gehen. Was mir, dem Arzt am Unfallort gefehlt hat, war Unterstützung durch einen Spezialisten. Einfach nur per Handy einen anzurufen, hätte nicht gereicht, da er die Situation nicht hätte sehen können.

Lösen könnte man das dank UMTS wie folgt. Der am Unfallort eintreffende Arzt hat ein UMTS fähiges Handy mit Bluetooth-Headset. Am Headset ist eine kleine Kamera angebracht. Über das Handy kann der Arzt ein Notfallcenter anrufen, in dem sich Fachärzte befinden. Über die Kamera wird ein Videobild übertragen. Zusammen mit dem Arzt vor Ort versucht das Team im Notfallcenter, sich schnell ein genaues Bild der Lage zu machen und dem Patienten entsprechend die notwendige Hilfe zukommen zu lassen. Arzt und Team stimmen dabei die Vorgehensweise ab. Im Bedarfsfall wird Rettungshubschrauber und Krankentransport direkt angefordert.
Gegenüber eventuellen anderen Lösungen hätte diese den Vorteil, dass sie vergleichsweise relativ kostengünstig ist. Auch ist zu überlegen, in wie weit die Ausstattung auch anderen Berufsgruppen (Polizei, Feuerwehr, Sanitäter etc.) zur Verfügung gestellt werden kann, damit Einsatzkräfte, die als erstes vor Ort sind, den medizinischen Versorgungsbedarf abklären lassen können.

Mittelpunkt der Müdigkeit

Mittelpunkt der Müdigkeit

Regelmäßig mittwochs erreichen ich den Tiefpunkt meiner Müdigkeit. Nur mühsam gelingt es mir, mich abends nach Hause zu schleppen. Wie durch einen Nebel nehme ich die Dinge nur noch war. Der Donnerstag bringt dann nicht nur das Wochenende näher, sondern auch allgemeine Erleichterung.

So richtig freuen auf den Donnerstag kann ich mich diesmal allerdings nicht, da ich mit dem Script zu Windows XP nicht nur etwas, sondern deutlich im Verzug bin. Ich glaube, ich habe den Umfang deutlich unterschätzt, als ich letzten Freitag gesagt habe, ich bin Dienstag fertig. Irgendwie macht mich das noch müder heute.

Doch Lustig

Doch Lustig

Für mich sehr amüsant ist die Tatsache, dass ich zur Zeit auf der Arbeit die Texte für ein Online-Trainingsmodul zu Windows XP schreibe. Abgesehen davon, dass ich vorher noch nie mit XP gearbeitet habe, bin ich auch überzeugte Apple Anhänger. keine gute Vorraussetzung, sollte man meine. Beim Schreiben und Anfertigen der Screenshoots stelle ich allerdings immer wieder fest, vie vertraut geklaut mir einige Elemente vorkommen.

In der Zwischenzeit liegt das Skript zu PowerPoint – auch zu ein Tool was ich hasse- auf Eis. Eigentlich sollte ich ja dran arbeiten, aber noch bin ich nicht so weit, dass ich mich klonen kann. Zudem macht Windows XP mehr Spaß. Im Zusammenhang mit dem PowerPoint Skript gab es aber eine Überraschung. Meine Mail an die Verantwortliche Projektkoordinatorin mit einem ersten Entwurf des Skriptes wurde beantwortet. Ist ja auch erst gut zwei Monate her, seit dem ich sie geschrieben habe.

Maulkorb

Maulkorb

Ein Lüge wird auch dann nicht wahr, wenn man sie tausendmal von sich gibt. Die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche ist einfach der falsche Weg und wird den Standort Deutschland nicht retten. Vergleiche wie von Edmund Stoiber, das die 35-Stunde-Woche ein deutscher Sonderweg sei, sind nicht nur unzulässig sonder auch falsch. England, das ehemalige Land der eisernen Lady, führt diese gerade Stück für Stück ein. Ebenso wie einige Wirtschaftsführer hätte Stoiber dafür einen Maulkorb verdient oder zumindest solange Redeverbot, biss er von seinem gesunden Menschenverstand gebrauch macht.

Die Wirtschaft krankt zur Zeit vor allem an einem. Von aufgeblasenen Managern, die Verantwortung scheuen wie Vampire das Tageslicht und sich großzügig aus der Firmenkasse (siehe Mannesmann) bedienen. Die Schuld für die schlechte Finanzlage wird dann beim Arbeitnehmer gesucht, der zu viel verdient und zu wenig arbeitet. Politiker und Gewerkschaften werden dann mit einer Standortverlagerung ins Ausland erpresst.

Verschlossen werden die Augen vor einer einfachen Tatsache. Die Ursachen des Konjunkturtiefs liegen zum Teil auch daran, dass die Menschen einfach Zukunftsangst haben. Wer sich ständig Gedanken um seinen Job machen muss, wer morgens sorgenvoll in die Zeitung schaut und hofft, nicht schon wieder von Kürzungen bei den staatlichen Ausgaben zu lesen, der wird so gut er kann sein Geld sparen. Damit findet kein Konsum in ausreichender Menge mehr statt, um die Konjunktur anzukurbeln.

Eine 40-Stunden-oder-vieleicht-mehr-wenn-es-notwendig-ist-Woche verhindert die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Wer das Gegenteil behauptet, deutet die Sachlage falsch. Unsere Zukunft wird geprägt sein von weniger Arbeit und mehr Freizeit. Damit diese genutzt werden kann, benötigt der Arbeitnehmer eine angemessene Entlohung, um damit in seiner Freizeit Nachfrage zu generieren.

XBox Live

XBox Live

Auch wenn ich jetzt einen XBox habe, so werde ich dennoch weiterhin EQOA spielen. Bei anderen Spielen werde ich aber in Zukunft genau vergleichen, auf welcher Plattform das jeweilige Spiel besser ist und welches die bessere Onlineunterstützung anbietet. Nach dem , was ich bisher so gesehen habe auf der XBox, hat diese in Bezug auf die Onlinemöglichkeiten klar die Nase vorn. Nicht nur wegen der spielübergreifenden Freundesliste, sonder auch wegen der Möglichkeit bei vielen Spielen, mit bis zu vier Spielern von heimischen Sofa aus online zu gehen und gemeinsam gegen andere zu spielen. Sehr lustig war das beim MechAssault Demo aus dem XBox Live Starterpaket. Da wurde ich von zwei Leuten, die sich eine Konsole teilten, regelrecht in die Zange genommen. Hat aber allen Beteiligten so viel Spaß gemacht, dass ich jetzt schon den ersten Eintrag in meiner Freundesliste habe.

Von den Möglichkeiten kann sich die PS2 noch ein paar Scheiben abschneiden. Auch wenn die Central Station viel mehr an Informationen bietet – was nützt es, wenn ich dazu extra von einer anderen CD starten muss und Wartezeiten wie bei einem 14k Modem habe? Vermutlich kann das erst mit dem Einzug der Festplatte, sofern sie denn überhaupt nach Europa kommt, gelöst werden. Bei der XBox wird diese auch dazu genutzt, neue Karten etc. für ein Spiel zu laden.
Trotz allem bleibe ich aber, wie schon gesagt, EQOA treu. Schließlich soll mein Zauberer auch mal Level 50 erreichen, was bei meiner Spielweise und -häufigkeit wohl noch mindestens bis zum Jahresende dauern wird.

Zeitlos

Zeitlos

Nach den ersten Tagen mit der XBox bin ich auf einen kleinen Schönheitsfehler gestoßen. Erst dachte ich, ich hätte ein defektes Model, aber nach längerem Suchen im Internet bin ich dahinter gekommen, dass es ein Bug (oder auch Feature) ist. Die XBox besitzt keinen Batteriepuffer, was dazu führt, das sie – im Gegensatz zur PS2 – jedes Mal die Uhrzeit vergisst, wenn sie vom Netzt getrennt wird. Das passiert bei mir ständig, da ich eine ausschaltbare Steckleiste verwende, um die kleinen Stromfresserchen im Zaum zu halten.

Nun gut, ich werd mich dran gewöhnen müssen. Zumindest bin ich kein Einzelfall, was ja auch irgendwie beruhigt. Im Vergleich dazu immer noch sehr merkwürdig ist das Verhalten meiner PS2. Obwohl ich sie mit einem optischen Kabel an eine Sorroundanlage verbunden habe und obwohl ich den Port bei der PS2 freigegeben habe, bekomme ich bei der automatischen Erkennung des Recievers nur PCM, keine Sorround. Auch nicht bei Spielen, die explizit Dolby Digital 5.1 haben. Verwende ich das gleiche Kabel am gleichen Anschluss mit der XBox, habe ich ohne Probleme 5.1. Bei der PS2 muss ich manuell umstellen, bin mir aber nie sicher, ob das wirklich 5.1 ist.

Arme ohne Arzt

Arme ohne Arzt

Das es kommen wird, war eigentlich für jeden normal denken Menschen klar. Eine Untersuchung der AOK fasst es jetzt noch mal in Zahlen und zeigt, dass die Gesundheitsreform von Anfang an krank war. So haben 19,2 Prozent der Menschen mit weniger als 1000 Euro Arztbesuche verschoben oder ganz entfallen lassen. Das führt auf zu einer systematischen medizinischen Unterversorgung eines Teils der Gesellschaft. Auf lange Sicht steigt dadurch der Anteil an chronisch Kranken und damit dann die Kosten im Gesundheitswesen. Somit wird die Praxisgebühr ins Absurde geführt.

Hotelkosten

Hotelkosten

Eine Möglichkeit, die Hotelkosten zu senken besteht darin, die Aufenthaltsdauer zu verkürzen. Wie man so etwas anstellt, hat in vorbildlicher Weise die deutsche Fußballnationalmannschaft gezeigt. Nach der Niederlage gegen Tschechien gestern dürfen sie wieder zurück in die kühle Heimat. Tante Käthe (alias Rüder Völler) hat dann auch gleich direkt das Handtuch geschmissen und steht in Zukunft nicht mehr als Trainer zur Verfügung. Ein heftiges Dementi wird es wohl sicherlich auf das böswillige Gerücht geben, dass Völler in Zukunft für Media Markt arbeiten wird. Auch im Vorfeld gab es keinerlei Absprachen, um einen Sieg des deutschen Teams und damit eine Rückerstattung des Kaufbetrages für die am 1. Juni in der Handelskette erworbenen Fernseher zu verhindern.

Jetzt doch

Jetzt doch

Ja, es war in keinster Weise nötig und auch völlig irrational. Natürlich habe ich auch nicht wirklich auch dafür noch zeit bzw. könnte wirklich sinnvoleres machen, aber ich konnte dem inneren Drang einfach nicht widerstehen. Nun also doch. Seit gestern bin ich Besitzer einer neuen XBox (Crystal Edition).Ich schätze meine PS2 wirklich sehr, sie hat mich lange begleitet, mit vielen tollen Spielen. Trotzdem ist die XBox irgendwie auch cool und die Grafik kann sich wirklich sehen lassen.

Zumindest brauch ich jetzt bei ebay nicht mehr nach einer XBox zu suchen. Hat ja auch so seine Vorteile und spaart Zeit, die ich dann wieder vor der XBox verbringen kann …

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren