Kartoffeln werden Mangelware

Kartoffeln werden Mangelware

Durch den von Dürre geprägten Sommer und eine miese Ernte werden Lebensmittel wie etwa Kartoffeln teurer. Für Liebhaber von Pommes eine schlechte Nachricht.

Ernteausfälle

Das in diesem Jahr, abgesehen vielleicht beim Wein, mit der Ernte nicht so gut aussehen würde, zeichnete sich bereist im Sommer ab. Die meisten Großstädter denken dann ähnlich wie beim Strom aus der Steckdose. „Was interessiert mich die Landwirtschaft und die Ernte der Bauern? Ich kaufe meine Lebensmittel im Supermarkt!“ Tja, blöd nur, dass die irgendwo her kommen. Selbst Pommes fallen nicht vom Himmel, sondern werden aus schnöden Kartoffeln gemacht. Wenn die knapp und teuer werden, wie heute die Süddeutsche Zeitung schrieb, dann wirkt sich das auch entsprechend auf Pommes aus. Und auf Chips. Und auf Kartoffelpüree. Hinzu kommt, dass Kartoffeln nicht das Einzige ist, wo die Preise in den nächsten Wochen spürbar steigen werden — wenn sie es denn nicht schon getan haben.
Auch beim Getreide sieht die Situation wenig erfreulich aus. Aus Getreide wird nicht nur Brot hergestellt, sondern eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel für uns Deutsche: Bier. Die Brauereien haben bereits angekündigt, die höheren Preise beim Einkauf an die Verbraucher weiter zu geben. Beim Hipster-Crafbier wird man das wohl eher weniger merken, es ist ehedem schon schweineteuer.

Keine Kartoffeln in Sicht
Gesicherter Salat

Nicht nur Kartoffeln

Was die Kartoffeln angeht, werden diese auf Grund der Preissteigerung vermutlich eine neue Wertschätzung erfahren. Wer weiss, demnächst gibt es Pellkartoffeln mit Trüffelöl in der Drei-Sterne-Gastronomie. Preise wie etwa die „Goldene Kartoffel“ müssen überarbeitet werden. Was Sol wertvoll ist wie die Kartoffel, kann unmöglich als Auszeichnung für unsachliche Berichterstattung verwendet werden.
In Grundschule findet der Kartoffeldruck nur noch unter polizeilicher Aufsicht statt, damit keine Knolle nach dem Unterricht vorsätzlich entwendet wird. Neuen Kultstatus bekommen Brettspiele wie „Dicke Kartoffeln“ — liegt bei mir seit Jahren im Regal und wurde bisher nie gespielt.
Scherz beiseite, die Ernteausfälle sind ein ernstes Thema. Ursache hierfür ist eine Dürre, die ein Vorbote des sich abzeichnenden Klimawandels sein könnte. Wenn das so ist, dann können wir uns in den nächsten Jahren auf weitere Preissteigerungen bei den Lebensmitteln einstellen. Exporte aus anderen Ländern helfen wenig, denn dort sie die Lage nicht anders aus.
Als Verbraucher sollte man sich jedoch keine Hoffnung machen, dass bei deutlich besserer Ernte im kommenden Jahr die Preise wieder nach unten angepasst werden. Insbesondere in Deutschland wird man sich an höhere Preise für Lebensmittel gewöhnen müssen, vielleicht senkt das auch die Lebensmittelverschwendung. Mir persönlich wären höhere Preise für Lebensmittel und deutlich geringe Kosten für jede Form des Wohnens am liebsten.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren