Konsolenspiele im Abo

Konsolenspiele im Abo

Mit jedem neuen Trailer für ein Konsolenspiel schleicht sich bei mir auch der Drang ein, doch eine Konsole zu kaufen. Was nicht hinter, sind die Preise der Spiele. So was wie Konsolenspiele im Abo gibt es leider noch nicht.

Reiz ohne Reaktion

Am Sonntag wurde von EA und Bioware der Trailer zu Anthem der Öffentlichkeit präsentiert. Soweit ich es verstanden habe, ist das ein Online Openworld Spiel, welches auch noch kooperativ ist. Wenn das Spiel nur mich begeistern würde, wäre das eher weniger ein Problem. Es gäbe dann ja noch die besser Hälfte, die ihr Veto einlegen würde. Allerdings war meine Frau von dem Trailer mindestens genauso begeistert wie ich. Und schon wieder waren wir dabei, über die Anschaffung einer Konsole nachzudenken. Und das, obwohl die Veröffentlichung von Anthem noch etwas dauern wird.
Der Reiz ist wie man sieht da und erneut versagt das Heilmittel. Trotzdem erfolgt bei uns keine Reaktion in der Form, das wir uns eine Konsole kaufen. Warum? Weil uns die Folgekosten zu hoch sind. Da Spiele nicht ausgeliehen werden können, es weder Konsolenspiele im Abo noch als Stream gibt. In Folge dessen muss man ein Spieltitel immer kaufen. Anmerkung zur Vollständigkeit: über die Stadtbibliothek Köln könnte ich ein Spieltitel für zwei Wochen ausleihen. Reicht aber nicht aus, wenn man nebenbei berufstätig ist.

Konsolenspiele im Abo
Konsolenspiele im Abo | Quelle: Pexels/Tookapic

Zyklus und unrühmliches Ende

Schon öfter schrieb ich hier im Blog darüber, wie meine Konsolen Biographie bisher verlaufen ist. Angefangen hat es mit einer Playstation (ja, ich bin bekennender Späteinsteiger). Dann gab es die Playstation II, eine Xbox und schließlich die Xbox 360. Es folgte das Ende dieser Phase. Konsolen und Spiele verschwanden im Keller. Das Problem dabei ist der damit verbunden Verlust. Nicht nur an Wert, sondern auch Wiederspielbarkeit. Oder, um es ehrlich auf den Punkt zu bringen: eigentlich spielen meine Frau und ich Konsolenspiele nur einmal durch. Ausnahmen bestehen hier lediglich bei Multiplayer-Titeln wie „Call of Duty“. Dadurch, dass wir auch Brettspiele sammeln, verkauften wir keine Konsolenspiel — ein großer Fehler. Man 60, 70 Euro für ein paar Stunden Spielspaß aus und danach landet das Spiel im Keller. Das ist eigentlich eine Geldverschwendung, deshalb wäre so was wie Konsolenspiele im Abo für meine Frau und mich das bessere Model.

Warum überhaupt Konsolenspiele im Abo?

In meiner Sammlung von Brettspielen befinden sich auch Titel von 1962. Die kann ich nach wie vor ohne Probleme spielen. Bei einem Konsolenspiel ist so was undenkbar. Ein Grund, warum ich keine Probleme habe, viele Brettspiele zu besitzen. Es ist auch der Grund, warum meine Frau und ich rein gar nichts mit gekauften Filmen anfangen können. Wenn wir einen Film sehen wollen, leihen wir uns den aus. Das geht dank Internet mittlerweile ziemlich einfach. Gleiches gilt für Musik. Warum also so was nicht bei Videospielen, warum gibt es noch immer nicht Konsolenspiele im Abo? Auf den Gedanken bin ich heute morgen beim lesen der Süddeutsche Zeitung gekommen, denn im Artikel „Kampf der Konsolen“ ging es unter anderem darum. Microsoft und Sony suchen genau wie Nintendo neue Geschäftsmodelle. Fragen sich, ob man Videospiele besser streamt oder den Kunden herunterladen lässt. Und überhaupt so eine Flatrate für Spiele sinnvoll sein würde.

Flatrate für Videospiele

Ging es nach mir, müsste es so eine Flatrate längst geben. Gäbe es Konsolenspiele im Abo, wäre das für meine Frau und mich der ausschlaggebende Grund, uns eine neue Konsole zu kaufen. Die allermeisten Videospiele müssen wir nicht besitzen, es reicht, wenn wir sie spielen können. Ein Abo würde das gewährleisten. Gleichzeitig bekäme man auch immer wieder neue Titel zum spielen angeboten, um den Weiterverkauf der alten Spiele müsste man sich nicht kümmern. Meinetwegen könnte es sogar ein Abo geben, dessen Kosten sich aus der monatlichen Spielzeit berechnen.
Aus meiner Sicht sollte das auch für die Hersteller interessant sein. Für Microsoft und Co auf jeden Fall, denn sie würden sicherlich noch mal den Absatz steigern können. Gleichzeitig könnte der Zyklus verkürzt werden, in dem neuen Konsolengenerationen auf den Markt kommen.
Die Studios würden für ihre Spiele damit der Motivation, eine Raubkopie anzufertigen, ziemlich dämpfen.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren