Sushi Tag 2

Sushi Tag 2

Das ich ein Faible für Sushi habe, ist möglicherweise schon an andere Stelle in diesem Blog erwähnt worden. Sushi ist dabei eine Leidenschaft, die erst vor gut sechs Jahren bei meiner Frau und mir anfingen — mit dem Umzug nach Köln entdecken wir diese Küche für uns.

Ob wir vorher in Bielefeld schon hätten Fisch in dieser hätten bekommen können, entzieht sich meiner Kenntnis. Rückblickend fand ich die Restaurant-Szene in der ostwestfälischen Stadt auch eher weniger prickelnd.

kanami-y / Pixabay

Zurück aber zu Sushi, das Bielefeld-Bashing wollte ich mir schließlich abgewöhnen. Allerdings sollte ich mir auch noch weiteres ebenfalls abgewöhnen. Wirklich meine Frau und ich lieben Sushi. Gerade für mich ist es die genialste Art, Fisch zu essen mit der größtmöglichen Garantie, keine Gräten zu haben. Bei meinem Glück erwische ich sonst sogar welche in Fischstäbchen.

Sushi geht Hand in Hand mit Frische, Qualität und einer gehörigen Portion Vertrauen in denjenigen, der es zubereitet. Dabei sollte Sushi keine Massenware sein. Billig verträgt sich nämlich nicht mit den Ansprüchen. Nach den letzten beiden Tagen wird mir das mehr denn je deutlich.

Freitag hatten wir wieder Sushi geholt, welches bei einem REWE in der Nähe frisch zubereitet und verpackt wird. Es liegt dann anschließen verpackt in einer Kühltheke zum mitnehmen aus. Lassen wir mal an dieser Stelle den Umweltaspekt außen vor — das es eine riesige Verschwendung von Ressourcen ist, kleine Häppchen in Kunststoffschalen zu verpacken, weiß jeder von uns.

Wenn meine Frau und ich jedoch Lust auf Sushi haben, setzt manchmal das Gehirn etwas aus — insbesondere der Teil mit dem guten Gewissen. Aber wir wollten ja den ökologischen Aspekt nicht betrachten. Sondern Qualität und Frische.

Gehen wir mal davon aus, dass das dort ausliegende Sushi tagesfrisch zubereitet wird. Wobei tagesfrisch hier nicht heisst, dass es zubereitet wird wenn der Kunde / Gast es bestellt wie im Restaurant. Im Restaurant gibt es eine Küche, im Idealfall sogar abgetrennt. Bei den meisten Sushi-Läden die ich kenne, ist das allerdings nicht der Fall. Der Fisch wird vor den Augen des Gastes zubereitet.

An sich auch kein Problem, denn die Anzahl der Gäste im Restaurant ist übersichtlich. Ganz anders dagegen ist es in einem Supermarkt. Hier geht eine deutlich größere Anzahl an Menschen ein uns aus, die meisten davon wollen gar kein Sushi kaufen. Die Auslage mit den verpackten Produkten liegt ebenso wie die kleine Küche direkt im Eingangsbereich. Die Küche selber ist nicht hermetisch abgeschlossen. Luft von der Straße und aus dem Supermarkt zirkuliert, während der Fisch zubereitet wird.

Man sollte sich das wirklich vor Augen führen, insbesondere dann auch vorstellen, was an Keimen in der Luft herumfliegt. Forscher rohe Fisch und Hygiene, ein sensibles Thema.

Warum ich das alles schreibe? Nun, so langsam geht es wieder aufwärts mit meiner Gesundheit, nach dem ich gestern den ganzen Tag mit Durchfall auf dem Klo verbracht habe. Heute wollten wir eigentlich wandern gehen, aber dafür bin ich immer noch etwas zu schwach. Der IKEA-Einkauf gestern fiel auch ins Wasser — oder sollte ich sagen in die Kloschüssel?

Ich will dem kleinen Sushi-Laden wirklich nichts unterstellen, jedoch ein paar Denkanstöße geben. Die Art der offenen Zubereitung scheint mit suboptimal. Wenn dann das Sushi noch mehrere Stunden vor dem Verzehr herum liegt — nun ja.

Auf Sushi werde ich auch nach diesem Erlebnis nicht verzichten. Künftig werde ich aber ausschließlich in Restaurants essen. Mein Magen wird mir das garantiert danken.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren