Auf dem richtigen Weg

Auf dem richtigen Weg

Eine ganze Zeit lang habe ich mich unterwegs beim wandern auf die Navigation mittels Smartphone verlassen. Das geht inzwischen, dank Apps wie komoot recht gut. Verlaufen habe ich mich bisher noch nie. Trotzdem wachsen die Ansprüche. Ein Smartphone ist ein Allrounder. Man kann damit vieles machen, unterwegs kostet das alles letztendlich Strom. Sofern man nicht einen mobilen Akku dabei hat, stoßen die Wanderstrecken von ihrer Länge her an eine Grenze. Zudem ist insbesondere der festverbaute Akku bei iPhone ein Verschleißteil, was ich gerne schonen möchte.

Im letzten Jahr reifte daher die Einsicht, sowohl für die Fotografie als auch für die Navigation auf einen Spezialisten zurück zu greifen. Man trägt dann wieder mehr mit sich herum, gewinnt aber auch dabei. Für die Fotografie fand ich eine Kamera, die mich in Hinblick auf Gewicht und Möglichkeiten zufrieden stellt. Bei der Navigation stand zwar fest, dass es ein Gerät von Garmin werden würde. Die ursprüngliche Kaufentscheidung vorschob sich dann jedoch zu Gunsten anderer Anschaffungen — letztendlich stellt sich das jedoch als Glücksfall heraus. Denn in der zweiten Jahreshälfte stellte Garmin einen Nachfolger für die beliebte eTrex-Reihe vor. Darunter auch das eTrex Touch 25. Am Wochenende hab ich dann zugeschlagen und mir das GPS-Gerät gekauft.

DariuszSankowski / Pixabay

Das Display ist zwar kleiner und hat eine etwas schlechtere Auflösung als das Oregon 600 (und hat auch kein transreflexives Display), besticht aber durch einen erheblich günstigeren Preis. Zudem ist der Rest der Hardware auf einem neueren Stand, man bekommt 8 GB internen Speicher statt 1,5 GB. Zusätzlich ist im eTrex Touch 25 die Karte „TopoActive für Europa“ mit installiert, während es beim Oregon keine Karte dazu gibt — man muss hier in jedem Fall zur Nutzung eine Karte zusätzlich erwerben.

Das eTrex Touch 25 erleichtert mir so als Neuling den Einstieg. Die von Garmin vertriebene Top Deutschland Karte kann ich zudem zu einem späteren Zeitpunkt kaufen, wenn ich mit den Feinheiten des Gerätes besser vertraut bin.

Lernen muss ich auch, wie ich Wanderrouten mit der Software BaseCamp plane. Mein Ziel ist hier, nur noch mit einer Applikation auszukommen, statt wie bisher mit mehreren, denn momentan läuft es noch aus einem Zusammenspiel von komoot und Trailrunner mini / touch. Beschrieben hatte ich diesen Prozess schon vor einiger Zeit im Artikel „Wandertouren Backstage“. Genau über den Artikel bin jüngst wieder gestolpert, als ich auf der verzweifelten Suche nach dem Overlay in Trailrunner mit den ausgezeichneten Wanderwegen war. Das Feature wurde allen Anschein nach komplett entfernt. Für mich entfällt damit jegliche Grund, Trailrunner überhaupt noch zu verwenden.

In Basecamp nutze ich derzeit die auf Open Street Map basierende „Freikarte Deutschland“. Hier fehlen das Overlay für Wanderweg. Könnte man selber hinzufügen, wenn man denn Benutzer eines Windows-Systems wäre. Bin ich aber nicht, so dass ich mir bis zur Anschaffung der „Top Deutschland V7 pro“ (oder es findet sich jemand, der sie mir aus Mitleid schenkt…) damit behelfe, mir die Wanderwege als Track einzeln zu importieren. Sofern sich der importiert Track in der gleichen Liste befindet wie die zu planende Route, sieht man die Strecke grau im Hintergrund.

Abweichungen
Abweichungen

Mitunter muss man aber aufpassen, denn an einigen Stellen stimmt die Routenfähigkeit des Kartenmaterials von OpenStreetMap nicht mit den dargestellten Wegen überein. Verlässlicher wäre hier vermutlich wirklich das Garmin-Material. Wie dem auch sei, ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg. Der Planungsprozess wird einfach, ich kann die Routen direkt ans Gerät übertragen, sie stehen mir offline zur Verfügung und wenn ich nach 16 Stunden immer noch unterwegs bin, wechsle ich einfach die Batterien vom Navi aus.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren