Wie ich eBooks lese

Stöckchen oder Blogparade, es gibt Tage wie diese, an denen ich mich gerne auf so was stürze. Zumal dann, wenn das Thema interessant ist. Die Fragen von Ann-Bettina in der ABS-Lese-Ecke zu „Wie liest du eBooks?“ beantwortet ich daher gerne.

Vorweg ein paar einleitenden Worte. eBooks gehören für mich mittlerweile zum Alltag. Die meisten Bücher lese ich in dieser Form, auch wenn es Ausnahme gibt. Alte Bücher (ich liebe es, im Antiquariat herumzustöbern, mag den Duft des Papiers) und besondere Bücher. So etwas wie „Das Schiff des Theseus“ ist als eBook nicht vorstellbar. Es würde das besondere, haptische Erlebnis fehlen. In den meisten anderen Fällen bin ich jedoch Pragmatiker. Was wohl auch der vielen Zeit, die ich unterwegs in Zügen verbringe, geschuldet ist. eBooks also, und die Fragen von Ann-Bettina dazu.

stevepb / Pixabay

Wie liest du eBooks – auf einem Reader, auf dem Tablet oder auf dem Smartphone?

Eigentlich habe ich ja extra einen Tolino als Reader für die ganzen eBooks. Trotzdem lese ich ausschließlich mit dem Tablet. Das ist bei mir, wie bei eBooks insgesamt, dem pragmatischen Ansatz geschuldet. Seit gut einem Jahr lese ich die Süddeutsche Zeitung nur noch in der digitalen Version. Die macht die beste Figur auf dem Tablet, auch wenn es mittlerweile eine epub-Ausgabe gibt. Statt also zwei Geräte mit mir herum zu schleppen, ist nur eins in der Tasche. Und da das iPad mini auch noch LTE hat, kann ich unterwegs im Zug auch noch mal kurz E-Mails checken, die Welt retten oder mir Notizen zum Buch, was ich gerade lese (der häufigere Fall) machen.

Liest du eBooks nur beruflich, nur privat oder beides?

Überwiegend privat. Auch wenn ich im Blog darüber schreibe, ist das rein privat. Berufliches lese ich als Webseite / PDF auf der Arbeit direkt am Rechner.

Wie erfährst du von interessanten neuen eBooks?

Dafür gibt es ganz unterschiedliche Quellen. Rezensionen in der Zeitung, Besprechungen in anderen Blogs oder aber beim Stöbern in einer echten Buchhandlung — die man mittlerweile auch beim eBook-Kauf unterstützen kann, zumindest mit dem Tolino. Völlig unerheblich sind für mich die digitalen Ladenzeilen.

Beeinflusst das Cover deine Kaufentscheidung?

Ja, und der Klappentext so wie die tollen, handgeschriebenen Karteikarten zum Buch in der Buchhandlung vor Ort. Klingt widersprüchlich gerade im Hinblick auf eBooks, ist bei mir aber tatsächlich so.

Wie viel bezahlst du normalerweise für ein eBook?

Bezahlen? Scherz beiseite. In den meisten Fällen bezahle ich den Preis, der mit geringen Abschlag zur gedruckten Ausgabe verlangt wird. Was viel über die Bücher, die ich lese, aussagt. Fast kaum lese ich Bücher, die es ausschließlich als eBooks gibt und die meinem Empfinden nach verramscht werden — 99 Cent Angebote und ähnliches. Im Schnitte kosten mich ein eBook 15 bis 22 Euro. Schlimm? Nein, ein Kinobesuch ist auch kein Schnäppchen und der ist nach zwei, zweieinhalb Stunden zu Ende.

Nutzt du eine Flatrate bei Amazon & Co zum Ausleihen von eBooks?

Definitiv nicht, insbesondere nicht Amazon, da ich mit deren Geschäftsmodell in keiner Weise einverstanden bin. Andere „Flatrate“-Modell verstehe ich nicht, beziehungsweise sie überzeugen mich nicht — siehe letzte Frage.

Leihst du eBooks in der Bücherei aus?

Klar. Das digitale Angebot der Stadtbücherei finde ich großartig! Man brauch keine dubiosen Unternehmen, die versuchen, ein Modell, was es schon seit dem 14. Jahrhundert gibt, zu kopieren. Durch die Onleihe kann ich auch einfach mal in Bücher reinschnuppern. Viele Romane aus dem Beriech „Belletristik“ liest man zudem auch nur ein Mal. Da reicht mir das Ausleihen, was ich vor der eBook-Zeit auch ganz normal analog gemacht habe.

Kommentar verfassen