Pünktlich wie die Maurer

Pünktlich wie die Maurer

So ganz hab ich die Redewendung „pünktlich wie die Maurer“ nie verstanden. Maurer, wie auch die Obergattung Handwerker, sind meines Wissens nicht für besondere Pünktlichkeit bekannt. Zumindest nicht, wenn es um den Beginn einer Tätigkeit geht. Was das Feierabend machen betrifft: da kann es natürlich sein, dass man auf die Minute pünktlich die Kelle fallen lässt (Ausnahmen bestätigen die Schwarzarbeit).

Eigentlich wollte ich jedoch nicht über Maurer schreiben, sondern über einen Anruf am vergangenen Freitag vom Kölner Stadt-Anzeiger. Der war nämlich entsprechend der Redensart pünktlich und vorhersehbar. Das mich noch mal vor Ablauf meines Abonnements jemand vom Vertrieb anrufen würde, wusste ich. Entsprechend hatte ich mich auch mental Wochen vorher vorbereitet.

Ob ich mir das denn mit meiner Kündigung nicht noch mal überlegen wolle, wurde ich gefragt. Selbstverständlich nicht, denn ich habe lange genug mit mir selber gerungen. Gründe für meine Kündigung nannte ich dann auch noch am Telefon, aber ich fürchte, der Herr am anderen Ende der Leitung hat sich dafür nicht wirklich interessiert. Vermutlich war mein Name nur einer auf einer längeren Liste, die es galt abzutelefonieren. Mein Hinweis, man dürfe bei einer verbesserten iPad App gerne noch mal auf mich zukommen, wurde mit Sicherheit nicht vermerkt. Schade eigentlich. Wobei, irgendwie auch konsequent, so auf Durchzug zu stellen. Den Eindruck, man würde nicht mehr zuhören, hatte ich ja bereits im Herbst letzten Jahres.

Gegen Verbesserungsvorschläge ist man bei DuMont anscheinend rechtzeitig geimpft worden. Es bleiben noch 26 Ausgaben des KSTA, die ich auf meinem iPad lesen könnte (für diesen Monat durfte noch zahlen). In den letzten Wochen habe ich allerdings nur noch sporadisch in den KSTA reingeschaut.

Am Ende (oder eben kurz davor) einer „Beziehung“ bleibt lediglich, noch mal ein Resümee zu ziehen. Durch den Kölner Stadt-Anzeiger lernte ich ein paar Facetten von Köln kennen, das Magazin werde ich wirklich vermisse und natürlich Peter Berger und seine Art zu schreiben. Zu Verdanken habe ich dem Kölner Stadt-Anzeiger einen Kick, der mich dazu brachte, mir Python noch mal näher anzusehen — um eine eigene digitale „App“ zu basteln. Die entwickelt sich zwar in kleinen Schritten, aber es ist jedes Mal eine Freude, wieder etwas neues gelernt zu haben und den Erfolg zu sehen. In diesem Sinne: „Macht`s gut und danke für das Fisch-Einwickelpapier!

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren