Schlussstrich

Es ist vollbracht. Heute Mittag, High Noon. Übergabe der alten Wohnung an eine Dame von der Immobilienverwaltung. Das klappte reibungsloser, als DER CHEF und ich gedacht hätten.

Sogar unsere Bürgschaftsurkunde haben wir sofort zurück bekommen, obwohl die Nebenkosten noch nicht abgerechnet sind – bei einem voraussichtlichen Guthaben von fast 1000 Euro sah der Vermieter wohl kein Problem darin, uns das Dokument schon mal vorab zu geben.

Wir müssen also nie wieder am Krefelder Wall aufschlagen. Nie wieder die merkwürdigen Treppen hoch zur Wohnung gehen, die meinen Kniescheiben gar nicht gefallen haben. Nie wieder den Mief im Treppenhaus einatmen, eine Mischung aus abgestandem Qualm, Kneipe und ungewaschener alter Männer. Die Liste könnte ich hier noch sehr weit führen. Oder einfach froh sein, dass zwei Jahre Hölle überstanden sind.

Nadine und ich haben den Tag mit Sushi gefeiert – am Ring, ein recht ordentlicher Laden, der ein perfektes Timing hat. Immer wenn man den Punkt erreicht hat, keinen Fisch mehr runter zu bekommen, rotiert die Nachspeise auf den Bändern. Wenn ich jetzt zu doll einatme, drückt der Bauch gegen die Schreibtischkante und mein Magen bekommt Probleme beim Verdauen der Windbeutel.

Den Nachmietern in der alten Wohnung würde gerne alles Gute wüschen. Das wäre aber leider glatt gelogen. Wenn sie einigermaßen helle sind, ziehen sie da auch wieder schnell aus – leider ist so was immer mit Kosten verbunden und hängt ein Stück weit auch dran, ob man eine andere, passende Wohnung bekommt.

Nun denn. Für alle, die in nächster Zeit eine Wohnung renovieren müssen, bevor sie zurück an den Vermieter geben, noch ein kleiner Tipp: schaut mal bei Kodi vorbei. Günstiger kommt ihr nicht an Farbe zum streichen – und das andere Zeug gibt es dort auch fast hinterhergeworfen. Solange man nicht selber in der Wohnung leben will, reicht das auf jeden Fall aus.

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