Frauen im Baumarkt

Frauen im Baumarkt

Vor fast zwei Jahren wahren DER CHEF und ich zum ersten Mal hier in Köln in einem obi-Baumarkt. Die Erfahrung waren so prägend gewesen, dass wir seit dem nie wieder in einem Markt dieser Kette gewesen sind.

Dort damals hinzukommen, war schon ziemlich umständlich gewesen. Um so größer war daher die Enttäuschung, nicht nur keinen kompetenten Ansprechpartner zu haben, sondern auch noch eine unhöflich und unbrauchbare Aussage zu erhalten. Wir wollten ein Prüfgerät kaufen, mit der man Stromleitung unter Putz finden kann – so was macht Sinn, bevor man Nägel in die Wand schlägt oder Löcher bohrt. Der Verkäufer wollte uns ein billiges Teil für neun Euro andrehen. Bei der Genauigkeit wäre russisches Roulet wohl sicher gewesen. Erworben haben wir dann ein paar Stunden später ein Gerät von Bosch, welches uns bei Bauhaus empfohlen wurde. Auch wenn es erheblich teurer wahr, wahr es mir das wert.

Nur ist es aber so, dass durch den Umzug besagter obi sich mit dem Fahrrad in wenigen Minuten erreichen lässt. Zeit für Nadine und mich, dem Markt noch mal eine Chance zu geben. Wir fuhren heute dort hin in fester Absicht, einen neuen Schlauch für die Dusche zu kaufen, da der bisherige am Brausekopf undicht ist. Benutzt wurde die Dusche noch nie, aber ein Azubi oder Schülerpraktikant (eine Fachmann kann es jedenfalls nicht gewesen sein, hoffe ich) hat den Brausekopf so aufgeschraubt, dass der Dichtungsring beschädigt wurde.

Jedenfalls fragten wird im Baumarkt, welcher Schlauch denn passen würde und ob es eventuell sogar notwendig sei, einen neuen Brausekopf gleich mit zu kaufen. An der Information in der Abteilung waren zwei Frauen, die warfen einen kurzen Blick auf den Schlauch – wir hatten ihn mitgenommen, weil das neue Stück in die Halterung an der Wand auf jeden Fall passen sollte. Dann griff eine von ihnen ins Regal und gab uns vier Silikondichtungsringe. Die sollten wir nehmen, der Rest würde noch völlig in Ordnung sein. Statt mindestens zwanzig Euro haben wir auf diese Weise weniger als einen Euro bezahlt.

Die Moral von der Geschichte: mehr Fachverkäuferinnen im Baumarkt, bitte! Ein männliches Exemplar hätte uns nämlich garantiert ein komplettes Set inklusive neuer Wandhalterung aufgeschwatzt.

2 Replies to “Frauen im Baumarkt”

  1. Aha, dabei müsste natürlich darauf hingewiesen werden, dass es hier nicht nur um das weibliche Geschäft geht. Vielmehr hat entweder der besagte Obi aus der Erfahrung gelernt und ist besser geworden. Oder es ist der Verfasserin wohl ohnehin egal, in welchen Baumarkt sie geht, da sie alle über einen Kamm schert. Ging es nur ums sparen, empfehlen Experten weiterhin Praktiker ;-)))

    1. „Oder es ist der Verfasserin wohl ohnehin egal, in welchen Baumarkt sie geht, da sie alle über einen Kamm schert.“ – Lesen hilft. In diesem Fall wüsste man dann auch, dass es sich um einen Verfasser handelt.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren