Wasser marsch

Der Umzug in einen Neubau hat auch in anderer Hinsicht einen enormen Vorteil: Strom- und Wasserleitungen entsprechen dem neusten Stand. Insbesondere beim Wasser bedeutet dies, keine alten Rohre aus zweifelhaften Material zu haben, die einem mit Wasser versorgen.

Für diejenigen, die das Wasser aus der Leitung nur zum Waschen verwenden, dürfte das wahrscheinlich keine Rolle spielen. Ich für meinen Teil halte das, was die Stadtwerke zur Verfügung stellen, nach wie vor für ein Lebensmittel. Gestützt wird das auch wieder durch eine Untersuchung von Stiftung Warentest, in der Wasser aus der Flasche nicht besonders gut abschneidet.

Passenderweise habe ich dazu vorgestern den mehrrfach ausgezeichneten Dokumentarfilm „Abgefühlt“ gesehen, in dem es um Marktmacht von Lebensmittelkonzernen geht, die den Menschen das Wasser „stehlen“, nur um es ihnen als abgefülltes Wasser wieder zu verkaufen. Insbesondere brachte mich die PET-Flasche zum umdenken. Mein subjektiver Eindruck, dass das Wasser aus der Kunststoffflasche schlechter schmeckt, wurde ergänzt durch die möglichen gesundheitlichen Risiken.

Fakt ist der Preis den ich in Köln für einen Liter Trinkwasser aus der Leitung zahle: 0,003 Cent (Quelle: RP-Online). Dagegen kostet eine Flasche Vittel (1,5 Liter) mindestens 1 Euro. Sicher ist Geschmack eine ganz andere Frage. Trotzdem muss ich es mir gefallen lassen, wenn man wissen will, warum ich ausgerechnet Wasser trinke, dass einen viel zu langen Weg hinter sich hat, bevor es zu mir in den Supermarkt kommt. Die anderen Faktoren der Umweltverschmutzung lassen wir hier mal unter den Tisch fallen.

Mittlerweile ist für uns klar, dass wir das in der bisherigen Form nichtmehr mit machen werden. Auf Grund der Wasserhärter filtern wir nach wie vor unser Teewasser. Das lässt sich auch ohne Tee hervorragend auf Zimmertemperatur trinken – unbedenklich durch die einleitend erwähnten neuen Rohre. Aus einer schönen Glaskaraffe macht das am Tisch sogar noch richtig Laune. Nach einer längeren Unterbrechung (wir haben mal einen Sodastreamer gehabt) kehren wir also wieder zurück zum unserer Meinung nach besseren Wasser. Diesmal allerdings als stilles Wasser, so wie wir es eigentlich lieber mögen

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