Tödliche Weihnachten (8)

„Frag einfach nicht.“

„Das gehört zum Beruf, wie du wissen solltest.“

Knutsen schlurfte rüber zur Kaffeemaschine.

„Mach dir keine Mühe, das Kaffeepulver ist alle. Irgendjemand hat vergessen, nachzukaufen.“

„Na toll.“

Völlig fertig ließ sich Knutsen auf den nächst besten Stuhl fallen.

„Brauchst dich gar nicht großartig nieder zu lassen, wir machen uns gleich auf den Weg in die Gerichtsmedizin.“

Stöhnend stand Knutsen auf. Ein Besuch in der Gerichtsmedizin hatte ihm gerade noch gefehlt. Zumindest hatte er noch nicht gefrühstückt, so dass sein Magen nicht wieder rebellieren würde. Fröhlich pfeifen nahm Gröne seine Jacke vom Haken, hielt die Tür auf und scheuchte Knutsen nach draussen.

Eine Viertelstunde später waren sie in einem Raum, dessen Kühle es mit der Wohnung von Knutsen aufnehmen konnte. Herr G. lag ohne das bizarre Weihnachtsmannkostüm nackt auf dem Seziertisch. Dr. Pronten unterhielt sich gerade mit seinem Kollegen und dem Staatsanwalt über die nackte Leiche hinweg, als Knutsen und Gröne eintrafen.

„Das sind sie ja endlich. Wir hatten schon überlegt ohne sie anzufangen. Schließlich ist Weihnachten und keiner möchte länger als nötig hier sein.“

Der Staatsanwalt Willfinger und Dr. Klebholz nickten zustimmend. Bisher hatte Knutsen den Staatsanwalt nur einmal gesehen. Da hatte er allerdings einen schicken Dreiteiler angehabt. Wer ihn nicht kannte würde in der sportlich gekleidete Person einen Jogger vermuten, der sich verlaufen hatte.

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