Minecraft

Lange Zeit habe ich versucht, es zu ignorieren. Bisher hat es auch funktioniert, aber durch einen Bericht gestern auf einer Internetseite bin ich wieder mit der Nase drauf gestoßen worden. Ein Spiel, für dass man schon ein wenig verrückt sein muss, um es es zu mögen.

Wobei die spannende Frage dabei wohl sein dürfte, ob Minecraft wirklich nur ein Spiel ist oder weit mehr. Liebhaber von Spielen mit High-End Grafik verziehen nicht mal das Gesicht, wenn sie sehen, was Minecraft in dieser Hinsicht zu bieten hat. 8-Bit Klötzchengrafik, und das im Jahr 2011. Damit kann man niemanden mehr begeistern. Die Zahlen auf der Webseite des Programmierers sprechen allerdings eine andere Sprache:

So far 10,612,785 people have registered and 2,810,713 people bought the game.

Minecraft ist ein so genanntes Sandbox Spiel mit einer offenen Welt. Gerade das macht vermutlich auch den Reiz dieses Spiels aus. Es gibt kein explizites Spielziel, aber fast unendliche Möglichkeiten. Man strandet mit seinem Avatar in einer zufällig erzeugten Welt und ist erstmal orientierunsglos. Wer einfach drauflos läuft, wird recht schnell merken, dass es einen Tages- und Nachzyklus gibt. In der Nacht sind böse Monster unterwegs, die dem Avatar-Leben ein schnelles Ende bereiten können.

Dank zahlreicher Tutorials im Internt kann man jedoch diese erste Nacht unbeschadet überstehen. Dazu muss man lernen, wie man aus unterschiedlichen Grundmaterialien neue Werkstoffe und Gegenstände herstellt. Ein großer Teil des Spielreizes ergibt sich dadurch, dass man neuen Kombinationsmöglichkeiten herauszutüftelt und vor allem seine Kreativität in der Klötzchenwelt ausleben kann. Wer bei Youtube nach dem Begriff „Minecraft“ sucht, wird erstaunt sein, was Menschen auf der ganzen Welt alles mit Klötzen anstellen können – in dieser Hinschicht ist Minecraft ein moderne Variante von Lego.

Minecraft bescheidener Start


Bisher hab ich nur wenige erste Schritte in der Spielwelt unternommen. Ein richtiges Haus oder Schloss kann ich nicht aufzuweisen, eher einen bescheidenen Unterschluft mit dem Nötigsten. Zum Schlafen ein Bett und eine Truhe, um gerade nicht benötigten Dinge zu verstauen. Selbst das hat mich schon einiges an Schweiß gekostet.

Für mich ist Minecraft ein Spiel, mit dem man sich zwischendurch beschäftigen oder auch Tage und Nächte um die Ohren hauen kann. Da es ordentlich auf meinem Rechner läuft, eignet es sich hervorragend für Schreibpausen, wenn sich mal der Kopf gerade nicht ausschließlich um Krimis drehen möchte.

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