Fördertöpfe

Für Menschen, die gerne schreiben, stellt sich immer wieder die Frage, ob man davon auch leben kann. Wie ich gelernte habe, geht das selbst bei großem Talent nur dann, wenn man zu den wenigen Bestseller-Autoren gehört. Alle anderen finden sich eher am Bild von Carl Spitzweg „Der Arme Poet“ wieder.


Schreiben bleibt bei den meisten von uns etwas, was man nebenbei macht, aus Leidenschaft, nicht „um zu“. Dennoch gibt es (gerade für jüngere Autoren) Möglichkeiten der Finanzierung, die zum Beispiel dabei helfen können, sich längere Zeit allein auf das schreiben konzentrieren zu können. In Köln kann man sich noch bis Ende April um ein Förderstipendien für junge Kunst bewerben. Im Bereich Literatur geht es um das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium. Daneben gibt es in vielen Städten die Förderung über einen „Stadtschreiber“ genannten Literaturpreis.

Recht viel findet man auch, wenn man zum Beispiel bei Google nach „förderung junger literatur“ sucht. Auch die Schreibwettbewerb und Poetry Slams bieten eine gute Möglichkeit, nicht nur Aufmerksamkeit zu erregen.

Wesentlich schwieriger sieht es dagegen aus, wenn man bereits ein gewisses Alter erreicht hat. Ab 35 sieht es sehr düster aus (nicht nur in Bezug auf Fördermöglichkeiten, aber das wäre dann ein anderes Thema). Literaturförderung ist eben auch Nachwuchsförderung. Wer erst mit 40 seine Berufung erkennt, der zählt da schon längst nicht mehr zum Nachwuchs – was schade ist, denn gerade mit einer gewissen Lebenserfahrungen hat man etwas zu erzählen und ist nicht darauf angewiesen, irgendwo anders per copy und paste was zu übernehmen.

Kommentar verfassen