Nachbars Reisen

Nachbars Reisen

Früher, als man seine Nachbarn noch persönlich kannte und gelegentlich ein Schwätzchen im Treppenhaus oder am Gartenhaus hielt, da wusste man ganz genau, wann wer wohin in den Urlaub fahren würde.

Heutzutage drehen sich die Gespräche mit dem Nachbarn allenfalls darum, wer wann Wäsche waschen darf oder warum schon wieder nicht die Mülltonnen rausgestellt worden sind. Je nach Wohnunglage kann es sein, dass man nicht mal die Namen seiner Nachbar kennt und nicht wüsste, wenn man da im Treppenhaus gerade getroffen hat.

Aber es gibt ja Tante Google. Wie es sich für eine Tante gehört, weiß sie fast alles. In der Plauderphase eines Kundengespräches gestern wurde ich auf die Idee gebracht, doch einfach mal vollständige Adressen bei Google einzugeben –nicht bei Google Maps, sondern tatsächlich in das Suchfeld von Google selber.

Es ist wirklich erstaunlich, was man auf diese Weise erfährt. Eine unserer Nachbarinnen macht vier Wochen im Mai Backpacking in Vietnam und sucht für diese Zeit noch einen Mitbewohnern. Interessant waren auch die Fotos der Wohnung, die ich bisher so noch nicht kannte. Über ihre andere Mitbewohnerin weiß ich jetzt, dass sie eine 25-jährige Krankenschwester ist, die im Schichtdienst arbeitet.

Natürlich hat die ganze Sache auch einen Haken. Was in die eine Richtung geht, geht auch in die andere Richtung. Ich hoffe einfach mal, dass niemand im Haus so internetaffine ist und mich bei Google sucht. Im Vergleich zu dem, was da zu finden ist, wäre die Wohnungsanzeige geradezu sparsam mit Daten.

One Reply to “Nachbars Reisen”

  1. Du solltest diesen Beitrag löschen oder schnellstens Dein Impressum entfernen :) Ich habe aber schon mal für Dich geguckt, ob die Luft rein ist und kann Dich beruhigen. Unter Deiner Adresse findet Google keine infamen Details.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren