Politischer Advent

Politischer Advent

Es ist Brauch, dass im Advent jeden Sonntag was angezündet wird. Eigentlich handelt es dabei um Kerzen. In der Zeit der Besinnung und Einkehr ist es daher verwunderlich, dass es mal wieder in der Politik brennt.

Ganz wörtlich zu nehmen ist das in Bezug auf das Thema Afghanistan. Zwar ist der Tanklastwagen längst abgebrannt, aber er jetzt scheint sich der Rauch zu lichten. Allen Anschein wurden vor Ort Bundeswehrsoldaten zur gezielten Tötung von Taliban eingesetzt. Darüber wird man und muss man diskutieren. Mit Sicherheit dürfte schon jetzt feststehen, dasss für gezielte Tötungsaktionen kein Mandat gab.

Tötungsaktionen gegen mutmaßliche Taliban, dass ist vor allem auch die Ausschaltung von Recht und Gesetz. Ohne Beweise und Verfahren erfolgt eine Verurteilung und Hinrichtung.

Eine andere Form der ausartenden Gewalt ist das Attentat auf Silivio Berlusconi. Nicht das er ein Heiliger wäre oder aber das seine Machenschaften in irgendeiner Form zu billigen sind. Dennoch ist weder ein Schuh noch ein Andenken als Wurfgeschoss der richtige Weg einer politischen Auseinandersetzung.

Gefählich wird es, wenn man in dem Zusammenhang über Tyrannenmord nachdenken. Mit der gezielten Tötung zur Verteidigung der Demokratie schließt sich der Kreis zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan.

One Reply to “Politischer Advent”

  1. Manchmal stehe ich ja etwas auf der Leitung… ich fragte mich die ganze Zeit schon, warum Guttenberg ‚extra‘ so schnell für einen Kurztrip nach Afghanistan gereist ist.
    Könnte ja sein, er dass er Beweise vor Ort ’sichten‘ wollte und ihm ein 4-Augen-Gespräch daher doch sicherer war?

    Nu ist aber doch das blöde Tagebuch vom kleinen Oberst irgendwo angekommen. Dumm dumm.

    Ich hoffe nur, das nicht wieder alles im Nichts verschwindet.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren