Politischer Advent

Es ist Brauch, dass im Advent jeden Sonntag was angezündet wird. Eigentlich handelt es dabei um Kerzen. In der Zeit der Besinnung und Einkehr ist es daher verwunderlich, dass es mal wieder in der Politik brennt.

Ganz wörtlich zu nehmen ist das in Bezug auf das Thema Afghanistan. Zwar ist der Tanklastwagen längst abgebrannt, aber er jetzt scheint sich der Rauch zu lichten. Allen Anschein wurden vor Ort Bundeswehrsoldaten zur gezielten Tötung von Taliban eingesetzt. Darüber wird man und muss man diskutieren. Mit Sicherheit dürfte schon jetzt feststehen, dasss für gezielte Tötungsaktionen kein Mandat gab.

Tötungsaktionen gegen mutmaßliche Taliban, dass ist vor allem auch die Ausschaltung von Recht und Gesetz. Ohne Beweise und Verfahren erfolgt eine Verurteilung und Hinrichtung.

Eine andere Form der ausartenden Gewalt ist das Attentat auf Silivio Berlusconi. Nicht das er ein Heiliger wäre oder aber das seine Machenschaften in irgendeiner Form zu billigen sind. Dennoch ist weder ein Schuh noch ein Andenken als Wurfgeschoss der richtige Weg einer politischen Auseinandersetzung.

Gefählich wird es, wenn man in dem Zusammenhang über Tyrannenmord nachdenken. Mit der gezielten Tötung zur Verteidigung der Demokratie schließt sich der Kreis zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan.

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